<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
<channel>
<title>Hobby? Barfuß! auf Parsimony - Augustpresse, die dritte</title>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/</link>
<description>Archiv</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Augustpresse, die dritte</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen, <br />
wie versprochen hier nun der dritte Teil der Augustpresse:</p>
<p>--<br />
 Kalte Güsse - kein Problem <br />
Müchelner «Gänseblümchen» wird erste Naturkindertagesstätte im Oberen <br />
Geiseltal <br />
Mücheln/MZ. Am frühen Morgen barfuß durch den Tau auf der Wiese laufen, <br />
kalte Güsse, Wassertreten, ohne Strümpfe im Schnee tapsen - für die Kinder <br />
aus dem Müchelner &quot;Gänseblümchen&quot; ist das kein Problem. Seit Jahren leben <br />
sie bewusst gesund, halten sich fit. [...] <br />
In wenigen Tagen, so war von der Leiterin Petra Fischer zu erfahren, erhält die <br />
Müchelner Einrichtung als erste im Landkreis und einzige im Geiseltal den <br />
Titel &quot;Naturkindertagesstätte&quot;. Viele feste Partner, unter anderem die <br />
Baumschule Werther und auch die DAK hätten die Einrichtung auf diesem <br />
mehrjährigen Weg bis zum Ziel unterstützt. Während die Mitarbeiterinnen sich <br />
qualifizierten, ist in der Einrichtung ein Wasserbecken, gespeist von den <br />
Apostelquellen, für die Kneipp-Anwendungen entstanden. Ein Kräutergarten <br />
und ein Massageraum entstand. &quot;Wohlfühlen und gesund sein - das leben <br />
unsere Kinder&quot;, sagt Petra Fischer. Der Zulauf zur Einrichtung, vor allem aber, <br />
dass die Mädchen und Jungen deutlich weniger wegen Krankheit fehlen, <br />
spricht für das Konzept der Müchelner Einrichtung. <br />
Weitere Informationen unter: <a href="http://www.naturkita-geiseltal.de">www.naturkita-geiseltal.de</a> <br />
[Mitteldeutsche Zeitung, 19. 08. 2004] </p>
<p>--<br />
 Olympische Spiele <br />
Die Füße bluten, die Leber kocht <br />
Der olympische Marathonlauf von Athen findet auf der historischen Route <br />
statt. Ein Streckentest [...] <br />
Die Strecke von dort, dem Beginn, wurde ausgebaut und blank gefegt bis <br />
hinauf zum Rand von Athen und hinab durch Häuserschluchten der, meines <br />
Wissens, hässlichsten Stadt der Welt, wo der Lauf im alten, einem <br />
aufgeschnittenen Schiffsbug gleichenden, dem hübschen Panathinaikos- <br />
Stadion endet. [...] <br />
Tot fällt niemand um, wie früher prophezeit. Alle sind bestens trainiert und <br />
kommen durch und, falls es regnen würde, ein schwüles, jedoch frohes <br />
Ereignis, die Ergebniszeiten täten sich trotzdem wenig verbessern, da auf <br />
dieser Buckelasphaltpiste kein Rekord zu erreichen ist. <br />
Damals, 490 vor Christus, lief Philippides, nur Sandalen an, durch <br />
Unwegsamkeiten, Disteln oder duftenden Salbei streifend, in die Polis, wo er <br />
zusammengebrochen sein soll, noch hastig verkündend, dass Heerführer <br />
Miltiades, der an Pusteln und kurzem Darm litt, wie einst Krebs bezeichnet <br />
wurde, die Perser, welche fünfundzwanzigmal überlegen waren, geschlagen <br />
habe. <br />
Etwa zweieinhalbtausend Jahre später, nachdem Coubertin die Olympiade <br />
wieder entfacht hatte, rannte Louis Spiridon, ebenfalls nur Sandalen an, von <br />
Marathon nach Athen und siegte. [...] <br />
In den Regionen des östlichen Rift Valleys Kenias, wo auch das Millionen <br />
Jahre alte, 90 Zentimeter große Skelett von Luzy, einer unserer Urmütter, <br />
ausgegraben wurde, gedeihen die besten Langstreckler. Sie vermögen <br />
Erschöpfung besser zu widerstehen, da in unterversorgten Muskeln grässlich <br />
brennende Milchsäure langsamer abgebaut wird. Dank eines Enzyms <br />
verbrennt auch Fettsäure ungewöhnlich behände, weshalb die neuen Helden <br />
zehn Prozent weniger Sauerstoff benötigen und, geradezu bürokratisch von <br />
der Natur ausgestattet, fehlen an ihren Waden vierhundert Gramm Fleisch, so <br />
dass sie Kilometer für Kilometer acht Prozent Energie sparen. <br />
In Westafrika aber werden die Sprinter geboren: schmälere Hüften, längere <br />
Beine, dreißig Prozent mehr Muskelmasse und siebenundsechzig Prozent so <br />
genannter verschnellter Fasernfibrillen. <br />
Der Marsch zum Homo sapiens begann also dort, und ausgerechnet in <br />
Dänemark haben Untersuchungen über mindestens ein Jahrzehnt bei Kindern <br />
bewiesen, ob sie nun auf Höhe gebracht wurden, zur Schule rannten und nur <br />
Maisbrei aßen, alles wie in Kenia, die Weißen werden immer unterlegen sein. <br />
Sie haben sich notwendigerweise zu Sitzriesen denaturiert. [...] <br />
Eine Stunde danach konnte ich mich kaum mehr an einem Mann <br />
vorbeischieben, der barfuß lief, keine Schuhe in der Hand hielt; sein <br />
muskulöser Oberkörper war bloß. [...] »Wie viel Kilometer noch?« <br />
»Twenty.« <br />
Ob seine Füße bluteten? <br />
Er laufe auch im Gebirge barfuß. <br />
Und im Winter? <br />
Gehe er schwimmen. [...] <br />
[Die Zeit , 19. 08. 2004] </p>
<p>--<br />
 Marimekko-Mädchen tanzen barfuß <br />
Eine Ausstellung im Felleshus präsentiert die Geschichte des finnischen <br />
Designhauses [...] <br />
Ein munter zusammen gestoppelter Werbefilm aus den 60er-Jahren zeigt <br />
heitere Menschen, die an steiniger Küste eine rot-blau-weiß gestreifte Flagge <br />
hissen, die die Manteltaschen auf dem Rücken tragen (darin, so ist es dann <br />
auch zu sehen, kann wunderbar ein Wiesenblumenstrauß transportiert werden <br />
und die Hände bleiben frei) - und die sich auf Parties fröhlicher als die anderen <br />
gebärden: Denn Marimekko-Mädchen tanzen barfuß. <br />
Zur Eröffnung der Berliner Marimekko-Ausstellung im Felleshus der <br />
Nordischen Botschaften wurde das Video jüngst vorgeführt. Sie sei geradezu <br />
&quot;verliebt&quot; darin, sagte Kirsti Paakkanen, seit 1991 die Geschäftsführerin und <br />
Besitzerin des finnischen Textil-Unternehmens; es repräsentiere perfekt die <br />
Idee von Marimekko, die darin besteht, dem Kunden mit &quot;Freude und <br />
Authentizität&quot; einen schönen Alltag zu gestalten. Wer es heute sieht, lernt <br />
noch etwas anderes kennen: nämlich den hohen Wiedererkennungswert [...] <br />
[Berliner Zeitung, 20. 08. 2004] </p>
<p>--<br />
 Die Buhlschaft lebt gefährlich-beschwerlich - - Veronica Ferres nimmt mit <br />
leiser Wehmut Abschied vom&quot;Familientreffen&quot; beim &quot;Sterben des reichen <br />
Mannes&quot; [...] <br />
Das neuerliche Zusammentreffen mit dem Jedermann-Ensemble sei &quot;wie nach <br />
Hause kommen, wie eine Großfamilie&quot; gewesen, schwärmt Ferres. [...] Die <br />
Buhlschaft auf dem Domplatz zu geben, sei allerdings nicht nur ein <br />
Vergnügen. Bei Hitze wird der Boden, den das Ensemble teils barfuß zu <br />
bespielen hat, 50 Grad heiß. Und ihr mit Bleibändern verstärktes Kleid wiegt <br />
samt Unterröcken und Korsage rund 15 Kilogramm. &quot;Leider gibt es auch <br />
immer wieder Unfälle. Bisher zum Glück aber nichts Ernstes&quot;, berichtet Ferres. <br />
Wenn der &quot;Tod&quot; auftaucht und dabei die Bühne auseinander bricht, wird jedes <br />
Mal Obst von der Festtafel über den Boden verstreut. Die Darsteller müssten <br />
dann höllisch aufpassen, nicht auf Trauben oder Zwetschken auszurutschen. <br />
Auch die drei Meter tiefe Schlucht, die sich als Höllenschlund auftut, ist nicht <br />
ungefährlich. Trotzdem spielt sie die Buhlschaft mit Leib und Seele: &quot;Mein <br />
Beruf ist kein Stress, mein Beruf ist eine Gnade und ein Geschenk&quot;, betonte <br />
Ferres [...] <br />
[Neues Volksblatt, 20. 08. 2004] </p>
<p>--<br />
 Barfuß, voller Sand, aber mit Rieseneinsatz <br />
Am Wochenende fand in Niklasdorf das erste &quot;Riesenwutzlerturnier&quot; statt. Besucher, Spieler <br />
und Veranstalter waren trotz Regens begeistert [...] <br />
Biegt man in Niklasdorf in die Fabriksgasse ein, hört man schon von weitem <br />
Anfeuerungsrufe: &quot;Weiter so! Nimm du den Ball!&quot; Am Freizeitgelände wird an diesem Tag <br />
der Beachvolleyballplatz zweckentfremdet. Ein Ungetüm, mit Luft gefüllt und merkwürdigen <br />
Stangen, zieht dort alle Blicke auf sich. Bei näherer Betrachtung ist es als &quot;Riesenwutzler&quot; - <br />
ein überdimensionales Tischfußball - zu erkennen. <br />
Die Spieler sind barfüßig und mit Hüftgurten an den Stangen befestigt. Sie werden nicht, wie <br />
im Original, durch andere Spieler bewegt, sondern können mit den Hüftgurten an den Stangen <br />
selbst hin- und herrutschen. Nahezu jeder Besucher hier spielt in einem Team mit. <br />
Schon seit dem Vormittag färben sich die Füße der Mitspieler durch den Sand weiß, und der <br />
erstaunliche Körpereinsatz jedes Mitspielers lässt den Sand im hohen Bogen weit übers <br />
Spielfeld hinaus fliegen und trifft schon mal einen Zuseher. [...] <br />
&quot;Eine Veranstaltung in dieser Form findet zum ersten Mal in Niklasdorf statt. Insgesamt 16 <br />
Mannschaften spielen gegeneinander. Wir haben gezielt nur Niklasdorfer Teilnehmer aller <br />
Altersklassen zum Spielen aufgefordert, und prompt hat unsere Idee großen Anklang <br />
gefunden.&quot; [...] <br />
[Kleine Zeitung, 24. 08. 2004] </p>
<p>--<br />
 &quot;Erst der Hirte macht aus den Schafen eine Herde&quot; <br />
Schäferfest in Hungen rückt einen traditionsreichen Beruf mit fraglicher Zukunft in den Blickpunkt - Vierbeiner <br />
als Landschaftspfleger und Fleischlieferant [...] <br />
Seit Monaten &quot;strickt&quot; die Mitarbeiterin des Kulturamtsleiter Erhard Eller an dem Programm <br />
des Schäferfestes. Dabei plagte sie der Gedanke, wie man das traditionsschwere Fest am <br />
besten &quot;verkaufen&quot; kann. Bereits vor zwei Jahren stand sie vor dem diesem Problem, das sie <br />
mit einem wagemutigen Schritt löste. Gemeinsam mit ihrem Chef und den Schäfern hat man <br />
dem Fest eine publikumswirksame Note mit entsprechendem Beiprogramm gegeben. Auch <br />
dieses Jahr ist es wieder gelungen, Tradition und moderne Ansprüche geschickt zu <br />
verknüpfen. [...] <br />
&quot;Wer will heute noch Schäfer werden?&quot;, fragt ein erfahrener Hüter aus dem Vogelsberg. Nach <br />
der dritten Generation fehlt ihm ein Nachfolger. Auch anderswo sieht es ähnlich aus. Das <br />
idyllische Bild vom Schäfer mit dem breitrandigen Filzhut, der auf den Holzstock gestützt, <br />
seine Hunde zu Füßen auf ein Meer von wolligen Köpfen und Rücken blickt, ist nur die eine <br />
Seite dieses Berufs, der sehr wenig staatliche Förderung erfährt. <br />
Regen und Sturm, brennende Hitze, feuchtnasse Kälte gehören zum Alltag, ebenso wie die <br />
Arbeit, bei der nur Hunde oder die blökenden Vierbeiner Ansprechpartner sind. Wie es <br />
weitergehen soll, wenn der Beruf ausstirbt, weiß keiner. Eines ist sicher: Wenn die Tiere im <br />
Pferch gehalten werden müssen, fallen sie zumindest als Landschaftspfleger aus. [...] <br />
Als die Schäfer 1922 in Hungen das 1. Hessische Schäferfest &quot;erfanden&quot;, stand auf der einen <br />
Seite die Pflege alter Traditionen, auf der anderen aber war es der Erfahrungsaustausch, das <br />
gesellige Treffen mit Kollegen und deren Familien. <br />
Heute hat sich der Charakter gewandelt. Der Erhalt alter Sitten und Gebräuche steht im <br />
Mittelpunkt. [...] <br />
Am Sonntag steht nach dem ökumenischen Gottesdienst der Schäferlauf an. Auf dem <br />
Sportplatz geht es barfuß über 200 Meter. Siegerin und Siegerin werden zum <br />
Schäferkönigspaar erklärt, geschmückt und mit einem ausgewachsenen Lamm beschenkt. Ab <br />
14 Uhr beginnt der Festzug, zu dem sich 60 Teilnehmergruppen gemeldet haben [...] <br />
[Giessener Anzeiger, 25. 08. 2004] </p>
<p>--<br />
 Dübendorf / 241 Kinder am 39. «Schnellsten Dübendorfer» auf der Sportanlage <br />
Eichstock <br />
«Barfuss-Liga» gegen «Socken-Fraktion» [...] <br />
Bei den Schulkindern waren es weniger die Eltern als vielmehr die Athleten selbst, die mit der <br />
Nervosität kämpften. Die Starter mussten immer wieder allzu ungeduldige Füsse hinter die <br />
Startlinie zurückbeordern, und die Aufregung forderte manchen Fehlstart. Über 50 und 60 <br />
Meter zählte jede Hundertstelsekunde, und nicht selten musste die Zielkamera über die <br />
Finalqualifikation entscheiden. </p>
<p>Schwierige Materialfrage </p>
<p>Je mehr Erfahrung die jungen Sprinter mitbrachten, desto heftiger wurde die Materialfrage <br />
diskutiert. Die Verhältnisse waren schwieriger als im Vorjahr: Regen und Wind zu Beginn, <br />
Sonne zum Schluss. Die Vertreter der «Barfuss-Liga» schwörten auf die Leichtigkeit des <br />
unbeschuhten Laufens, während die «Turnschuh-Athleten» auf mehr Bodenhaftung hofften. <br />
Bei den Teenagern bildete sich eine starke «Socken-Fraktion», die Leichtigkeit mit Anti- <br />
Rutschwirkung zu kombinieren suchte. [...] <br />
[Glattaler, 27. 08. 2004] </p>
<p>--<br />
 &quot;Insel des kleinen Mannes&quot; erhalten <br />
Biebrichs Ortsvorsteher Hahn: Rettbergsau gehört nicht zur Konkursmasse [...] </p>
<p>&quot;Es ist nicht vorstellbar, dass jemand Hand an diese ,Insel des kleinen Mannes´ legt&quot;: Biebrichs <br />
Ortsvorsteher Kuno Hahn (SPD) kann nur den Kopf schütteln, wenn er von Überlegungen der <br />
verantwortlichen Dezernenten hört, alle städtischen Freizeiteinrichtungen auf den Prüfstand zu stellen. <br />
&quot;Die Rettbergsau gehört nicht in die Konkursmasse der Landeshauptstadt&quot;, erteilt Hahn möglichen <br />
Absichten eine klare Absage [...] Die Freizeiteinrichtungen in Biebrich und Schierstein seien solche <br />
Magnete, die, so Hahn, &quot;inmitten einer lauten, reizüberfluteten und eventgestressten Welt eine <br />
einzigartige Ruhe und Erholung in der Kulturlandschaft Mittelrhein bieten&quot;. <br />
Hahn gerät geradezu ins Schwärmen: &quot;Wenn Besucher barfuß im feinen Rheinsand oder auf Gras <br />
laufen können, wenn sie Geräuschen am, vom oder im Fluss zuhören, dann sind das unbezahlbare <br />
natürliche Sinneserfahrungen, die woanders künstlich und aufgezwungen geschaffen werden <br />
müssen.&quot; Die Stadt, so Hahn weiter, habe die Pflicht, diese Kleinode der Erholung der Bevölkerung zu <br />
erhalten. Nicht nur denen, die sich keinen Urlaub leisten könnten, sondern allen, die wohnortnah und <br />
in natürlicher Umgebung ihre Freizeit verbringen wollen. [...] <br />
[Main-Rheiner, 28. 08. 2004] </p>
<p>--<br />
 Das war der August. <br />
Belesene Füße <br />
Georg</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994241942</link>
<guid>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994241942</guid>
<pubDate>Sat, 11 Sep 2004 19:59:09 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Georg</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
