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<title>Hobby? Barfuß! auf Parsimony - Trennung von Arbeits- und Privatbereich</title>
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<description>Archiv</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Trennung von Arbeits- und Privatbereich (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Michael!</p>
<blockquote><p>Stundenlange Arbeitswege sind sicher nicht erstrebenswert, wenn man nicht wegen anderer Dinge dazu quasi genötigt ist (z.B. Arbeitsplatz des Lebenspartners, billigerer Wohnraum usw.) . Kaum einer wird extra einen Wohnort aussuchen, der weit entfernt vom Arbeitsplatz ist, nur weil er gerne Bahn, Auto oder Fahrrad fährt. Oder weil er barfuß laufen will, ohne von Arbeitskollegen dabei beobachtet zu werden.</p>
</blockquote><p>Völlig richtig: Bei mir ist es der billige Wohnraum (= elterlich ererbtes Haus) ca. 50 km neben dem Arbeitsplatz, der mich - zumal in Anbetracht des Fehlens einer dauerhaften Stelle - immer wieder vom Umzug fernhält.</p>
<p>Gruß, Guenther</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260062</link>
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<pubDate>Fri, 08 Sep 2006 06:46:05 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Guenther</dc:creator>
</item>
<item>
<title>kein Klappern, kein Festkrallen, keine Blasen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Markus!</p>
<blockquote><p>Hi Pedro!<br />
Ich mag keine Tevas, weil die in meinen Augen recht plump und ungeschlacht aussehen und Klettverschlüsse an Kleidungsstükken jeglicher Art überhaupt nicht mein &quot;Dingen&quot; sind. Wenn Sandalen sein müssen, was bei mir vor allem im Sommer im Büro und im Winter an der Uni der Fall ist, dann bevorzuge ich leichte Sandalen ohne Fersenriemen oder eben Flipflops, von denen es auch sehr edle und teure Modelle gibt. Die von Dir beschriebenen Zehenstegsandalen gefallen mir hingegen überhaupt nicht. Im übrigen kann ich bei den von mir getragenen Modellen weder ein Klappern (die Flipflops erzeugen lediglich das mit ihrem Namen lautmalerisch wiedergegebene Geräusch, das man aber nicht als Klappern bezeichnen kann); ich brauche mich darin nicht festzukrallen und Blasen bekomme ich auch keine (die hab ich mir bisher überhaupt nur in festen Schuhen, aber niemals in Sandalen oder gar barfuß geholt). Wir sind uns hier wohl alle einig, daß nichts über das Barfußlaufen geht, aber von allen Schuhen dieser Erde sind Flipflops wiederum das allerkleinste Übel, denn sie lassen am meisten Luft an die Füße und kommen dem Barfußlaufen somit noch am nächsten, zumal sie den Fuß kaum bedekken. Der unmittelbare Kontakt zur Erde ist freilich darin bereits verloren, aber das trifft ja auf alle Schuhe zu.</p>
</blockquote><p>Macht ja nichts, wenn wir verschiedene Geschmäkker (hast&#039;s gesehen, ich hab jetzt hier mal Deine lustige Schreibweise übernommen!) bezüglich Notsandalen haben. Tevas erfüllen nicht nur die drei in der Überschrift genannten Kriterien. Ich mag auch ihr sportlich-geländemäßiges Aussehen. Und dort, nämlich auf unangenehmem Untergrund, kommen sie bei mir auch hautpsächlich zum Einsatz. Im übrigen finde ich auch, dass Flip-Flops besser aussehen als Zehenstegsandalen, aber ich kann in den Zehenstegsandalen besser gehen (wenn auch nicht so gut wie barfuß).</p>
<blockquote><p>Barfüßige Grüße (derzeit ohne Sandalen, Flipflops etc.)<br />
Markus U.</p>
</blockquote><p>Barfüßgie Grüße zurück (ebefalls ohne Sandalen etc.)<br />
Pedro</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260061</link>
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<pubDate>Fri, 08 Sep 2006 06:42:55 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Pedro</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Trennung von Arbeits- und Privatbereich (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hi Markus U.!</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Fährst Du denn auch im Winter barfuß zum Büro?</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Hallo Guenther,</p>
</blockquote><p>die Unizeiten liegen bei mir schon über 17 Jahre zurück. Während meiner Diplom- und Doktorarbeit - und auch während der folgenden drei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit jährlich zu erneuerndem Zeitvertrag kam es auch öfters vor, daß ich manches Mal meine &quot;Wohnung&quot; (genauer: ein möbliertes Zimmer) nur zum Schlafen benutzte. Auch am Wochenende war ich öfters an der Uni. Da an der Uni kein Krawattenzwang herrschte und auch zum Tragen von kurzen Hosen nichts gesagt wurde (höchstens gelästert, wenn man dieses bei +15°C tat), störte es nicht. Barfuß (nicht einmal sockenlos) war für mich kein Thema. Sicher hätten die Professoren gemeckert, wenn einer ohne Schuhe sich im Chemielabor aufhält, genauso wie &quot;Schutzbrillenmuffel&quot; (wie schön, daß ich als Brillenträger meine normale Brille aufbehalten durfte) oftmals von den Profs zusammengeschissen wurden.</p>
<p>Als ich hier in der Schweiz eine &quot;richtige&quot; Arbeit bekam, entschloß ich mich, Arbeit und Privatleben schärfer zu trennen. Mal eben für eine Stunde am Wochenende vorbeischauen kam für mich nicht in Frage. Wenn ich schon am Wochenende arbeiten müßte, dann nur unter der Bedingung, daß ich dafür einen anderen Tag frei bekomme. Von Anfang an hatte ich die &quot;dumme&quot; Angewohnheit, jedem Tag nach der Arbeit zu Hause als erstes die Dienstkleidung durch Freizeitkleidung zu ersetzen, wobei anfangs bei Temperaturen unter 15°C meine Freizeitkleidung bis auf die Krawatte die Freizeitkleidung einen ähnlich hohen Bedeckungsgrad aufwies als die Dienstkleidung. Und erst vor 3,5 Jahren kam ich dank Forum auf die Idee, die Schuhe immer öfter fortzulassen.</p>
<p>Wie Markus U. &quot;kennt man mich am Arbeitsplatz nur beschuht&quot; (und lang behost und beschlipst), jedoch habe ich nur 5 Minuten Anmarschweg mit dem Fahrrad. So Kommtee es vor, daß viele mich auch schon barfuß gesehen haben. Und die es nicht haben, die haben es zumindest von anderen gehört. Eigentlich hat mich das nie gestört. Das lag vielleicht daran, daß bekannt war, daß ich schon vorher bei vergleichsweise tiefen Temperaturen eher leicht bekleidet war, da ist das Weglassen von Schuhen sicher nicht mehr überraschend, fast schon logische Konsequenz. Kurz nachdem ich angefangen hatte zu arbeiten, habe ich es vermieden, in kurzen Hosen in der Freizeit durch die Straße zu fahren, in der die Firma liegt. Ich hatte die Befürchtung, der Portier könnte mich erkennen und dieses meinen Vorgesetzten melden. Diese Befürchtungen sind längst vorbei.</p>
<p>Bei mir sind also Arbeit und Freizeit streng getrennt, jedoch geschieht gleiches im selben Umfeld. 5 Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit sind zu wenig, um irgendwelche Umkleidungszeremonien veranstalten zu müssen, andererseits eine Garantie dafür, daß ich wenigstens etwas Bewegung bekomme. Stundenlange Arbeitswege sind sicher nicht erstrebenswert, wenn man nicht wegen anderer Dinge dazu quasi genötigt ist (z.B. Arbeitsplatz des Lebenspartners, billigerer Wohnraum usw.) . Kaum einer wird extra einen Wohnort aussuchen, der weit entfernt vom Arbeitsplatz ist, nur weil er gerne Bahn, Auto oder Fahrrad fährt. Oder weil er barfuß laufen will, ohne von Arbeitskollegen dabei beobachtet zu werden.</p>
<p>Schöne Grüße</p>
<p>Michael aus Zofingen</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260058</link>
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<pubDate>Fri, 08 Sep 2006 04:57:44 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Michael aus Zofingen</dc:creator>
</item>
<item>
<title>kein Klappern, kein Festkrallen, keine Blasen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Pedro!</p>
<blockquote><blockquote><p>Sandalen ohne Socken hab ich nie erstrebt, weil ich´s nicht mag, wenn mir was um die Barfüße rumklappert, was ich festkrallen muß und ich außerdem leicht Blasen krieg.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Das mag ich auch nicht. Deswegen verwende ich als Notsandalen für unangenehme Untergründe Tevas. Die klappern nicht, muss man nicht festkrallen, und man kriegt keine Blasen, weil sie mit weichen Bändern mit Klettverschluss zugemacht werden. Auch Zehenstegsandalen, wo der Steg von der Lücke zwischen den Zehen bis zum Beinansatz hochgeht und sich erst dort nach links und rechts teilt, erfüllen diese drei Kriterien.</p>
</blockquote><p>Ich mag keine Tevas, weil die in meinen Augen recht plump und ungeschlacht aussehen und Klettverschlüsse an Kleidungsstükken jeglicher Art überhaupt nicht mein &quot;Dingen&quot; sind. Wenn Sandalen sein müssen, was bei mir vor allem im Sommer im Büro und im Winter an der Uni der Fall ist, dann bevorzuge ich leichte Sandalen ohne Fersenriemen oder eben Flipflops, von denen es auch sehr edle und teure Modelle gibt. Die von Dir beschriebenen Zehenstegsandalen gefallen mir hingegen überhaupt nicht. Im übrigen kann ich bei den von mir getragenen Modellen weder ein Klappern (die Flipflops erzeugen lediglich das mit ihrem Namen lautmalerisch wiedergegebene Geräusch, das man aber nicht als Klappern bezeichnen kann); ich brauche mich darin nicht festzukrallen und Blasen bekomme ich auch keine (die hab ich mir bisher überhaupt nur in festen Schuhen, aber niemals in Sandalen oder gar barfuß geholt). Wir sind uns hier wohl alle einig, daß nichts über das Barfußlaufen geht, aber von allen Schuhen dieser Erde sind Flipflops wiederum das allerkleinste Übel, denn sie lassen am meisten Luft an die Füße und kommen dem Barfußlaufen somit noch am nächsten, zumal sie den Fuß kaum bedekken. Der unmittelbare Kontakt zur Erde ist freilich darin bereits verloren, aber das trifft ja auf alle Schuhe zu.</p>
<p>Barfüßige Grüße (derzeit ohne Sandalen, Flipflops etc.)<br />
Markus U.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260054</link>
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<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 21:25:42 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Markus U.</dc:creator>
</item>
<item>
<title>keine Klappern, kein Festkrallen, keine Blasen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Günther,</p>
<blockquote><p>Sandalen ohne Socken hab ich nie erstrebt, weil ich´s nicht mag, wenn mir was um die Barfüße rumklappert, was ich festkrallen muß und ich außerdem leicht Blasen krieg.</p>
</blockquote><p>Das mag ich auch nicht. Deswegen verwende ich als Notsandalen für unangenehme Untergründe Tevas. Die klappern nicht, muss man nicht festkrallen, und man kriegt keine Blasen, weil sie mit weichen Bändern mit Klettverschluss zugemacht werden. Auch Zehenstegsandalen, wo der Steg von der Lücke zwischen den Zehen bis zum Beinansatz hochgeht und sich erst dort nach links und rechts teilt, erfüllen diese drei Kriterien.</p>
<p>Barfuß-Gruß<br />
Pedro</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260052</link>
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<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 20:36:34 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Pedro</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kleiderwechsel im Büro? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Markus U.!</p>
<blockquote><p>Fährst Du denn auch im Winter barfuß zum Büro?</p>
</blockquote><p>
Wenn wir lasche Winter haben wie den letzten, ist das eigentlich kein Problem (man muß aber hinzusagen, daß die Umsteigedistanzen von und zur Straßenbahn nicht allzu weit sind). Mit barfüßigen Schneewanderungen kann ich dagegen nicht dienen.</p>
<blockquote><p>Hier gibt es tatsächlich einen beträchtlichen Unterschied in den Arbeitsbedingungen. Ich bin zum Büro nur eine halbe Stunde mit dem Pkw unterwegs, und die Trennung zwischen Geschäfts- und Privatbereich ist für mich selbstverständlich (was ich eigentlich stillschweigend bei allen, die nicht in ihrem häuslichen Bereich arbeiten, vorausgesetzt hatte). Am Arbeitsplatz kennt man mich nur beschuht, während ich in meinem privaten Umfeld und erst recht in der Wohnung in der Regel barfuß bin. Eine bedeutende Ausnahme ist hier freilich die Göttliche Liturgie in der Kirche.</p>
</blockquote><p>Wenn Du mit &quot;kennt man mich nur beschuht&quot; meinst, daß kein Mensch dort weiß, daß Du überhaupt barfuß läufst, ist das in der Tat eine völlige Trennung der Bereiche, die ich mit meinem Verfahren nicht erreichen kann. Eine solche Trennung ist aber auch aus anderen Gründen bei mir nicht möglich, weil ich an dem gleichen Ort (barfuß, zumindest in meinen späteren Semestern) studiert habe.</p>
<p>Gruß, Guenther</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260035</link>
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<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 14:55:39 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Guenther</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kleiderwechsel im Büro? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Guenther!</p>
<blockquote><blockquote><p>Was trägt Du denn während der Fahrt zur Arbeit und zurück?</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Bei hohen Temperaturen eine kurze Hose und bei tiefen eine lange, dazu ein Hemd/Tshirt und bedarfsweise eine (ziemlich kurze) Jacke.</p>
</blockquote><p>Fährst Du denn auch im Winter barfuß zum Büro?</p>
<blockquote><blockquote><p>Ich frage deshalb, weil es für mich unvorstellbar ist, barfuß im Büro zu erscheinen und erst dort Schuhe anzuziehen, oder mich dort oder auf dem Wege dorthin umzuziehen.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Wenn ich einen Weg von ein paar Minuten von zu Hause bis zum Büro hätte, sähe ich das auch so. Weil ich aber zwischen meinem heimischen Haus bei MG und meinem Arbeitsplatz ca. 2 - 2 1/2 Stunden Fahrt habe (incl. örtlichem Nahverkehr), wäre ich, wenn ich Deinem Beispiel folgen würde, wie jeder &quot;Normale&quot; nur im Bett bzw. auf dem Weg dahin barfuß. Dein Verfahren setzt eine Trennung zwischen Geschäfts- und Privatbereich voraus. Die gibt es aber bei mir nicht. Ich bin in der Regel entweder im Bett oder im Büro bzw. auf dem Weg dorthin oder von dort (mal abgesehen von eher seltenen Aktionen wie Barfußwanderungen).</p>
</blockquote><p>Hier gibt es tatsächlich einen beträchtlichen Unterschied in den Arbeitsbedingungen. Ich bin zum Büro nur eine halbe Stunde mit dem Pkw unterwegs, und die Trennung zwischen Geschäfts- und Privatbereich ist für mich selbstverständlich (was ich eigentlich stillschweigend bei allen, die nicht in ihrem häuslichen Bereich arbeiten, vorausgesetzt hatte). Am Arbeitsplatz kennt man mich nur beschuht, während ich in meinem privaten Umfeld und erst recht in der Wohnung in der Regel barfuß bin. Eine bedeutende Ausnahme ist hier freilich die Göttliche Liturgie in der Kirche.</p>
<blockquote><blockquote><p>Was Sandalen angeht, hatte ich nie das Gefühl, daß mir da was &quot;um die Barfüße rumklappert&quot;, und festzukrallen brauchte ich mich auch nie. Sandalen und vor allem Flipflops sind gewissermaßen eine Kompromißlösung zwischen barfuß und geschlossenen Schuhen.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
&quot;Festkrallen&quot; gilt für Flipflops, &quot;Blasen&quot; (meist an der Fußoberseite)<br />
für Sandalen.</p>
</blockquote><p>Da scheint es erhebliche individuelle Unterschiede zu geben. Mancher findet Flipflops unerträglich oder muß sie krampfhaft mit den Zehen festhalten, während ich damit sogar rennen kann.</p>
<blockquote><blockquote><p>Zudem sind die ICE- Züge allermeist klimatisiert. Im Zug ziehe ich auf solchen Fahrten freilich auch die Schuhe aus.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Anzug/ Businessklamotten + barfuß ist aber auch keine so stylishe Kombination ...</p>
</blockquote><p>Es ist in den ICE- Zügen nichts Ungewöhnliches, daß sich jemand die Schuhe auszieht. Und ich finde durchaus, daß die obige Kombination einen gewissen Reiz hat und auf mich sehr stylish wirkt. Gleichwohl traue ich mich (noch?) nicht, so auf die Straße zu gehen. Und bevor ich den Zug verlasse, ziehe ich die Schuhe wieder an - es handelt sich um einen Fall von unechter Barfüßigkeit.</p>
<blockquote><p>Weitere Detailfragen zu den nicht unmittelbar barfußrelevanten Aspekten dieses Procedere klären wir wohl besser ber Email (oben anklicken). Dort werden auch Termine für eine ggf. erforderliche Autopsie meiner bescheidenen Räumlichkeiten vergeben (<img src="https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />))) ).<br />
Gruß, Guenther</p>
</blockquote><p>Ja, das können wir gerne so machen.</p>
<p>Barfüßige Sommergrüße,<br />
Markus U.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260032</link>
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<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 14:38:37 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Markus U.</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kleiderwechsel im Büro? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Markus U.!</p>
<p>Da gibt es einige Unterschiede im &quot;modus operandi&quot;, wie ich sehe:</p>
<blockquote><p>Wenn Du stets im selben Hause gewohnt hast, dann müßtest Du dich eigentlich, wie man in Bayern sagt, &quot;ojß beinand&quot; (alles beieinander) haben.</p>
</blockquote><p>Zu Hause (bei MG) hab ich natürlich alles beinand. Aber Sonntag morgen war ich hier in Köln, und da ist eben nur die &quot;Vorzeigekleidung&quot;. Und in der Nacht von Samstag auf Sonntag war es affenwarm, so daß ich nicht daran gedacht hatte, wegen Wanderung Regenkleidung nach Köln zu schleppen.</p>
<blockquote><p>Deinen Beitrag verstehe ich aber so, daß Du anscheinend einen Kleiderschrank im Büro hast und Dich dort umziehst.</p>
</blockquote><p>In dem Behältnis, wo ich jetzt sitze, hängen die Klamotten zwischen einem querstehenden Schrank und einem Bücherregal. Stell Dir Uni-Büros im Vergleich zu Deinem eher spartanisch vor. Der einzige Schrank ist voll von Zeug meines Vorgängers, und der Schlüssel ist abgebrochen. Er (= Schrank) bedeckt schräg das alte Bücherregal, vor dem die Klamotten hängen.</p>
<blockquote><p>Was trägt Du denn während der Fahrt zur Arbeit und zurück?</p>
</blockquote><p>Bei hohen Temperaturen eine kurze Hose und bei tiefen eine lange, dazu ein Hemd/Tshirt und bedarfsweise eine (ziemlich kurze) Jacke.</p>
<blockquote><p>Wann und wo ziehst Du Dich um?</p>
</blockquote><p>Im Büro. Das Verfahren setzt voraus, daß man früh kommt und spät geht, was ich an Wochentagen tue. Glaubst Du, ein leitender Unibediensteter käme vor 9 Uhr oder ginge nach 18 Uhr? Und am Wochenende ist ohnehin (fast) keiner da, wie die Arbeitsmentalität nun mal ist.</p>
<blockquote><p>Hast Du tatsächlich einen Kleiderschrank im Büro?</p>
</blockquote><p>
S.o.</p>
<blockquote><p>Und hast Du keine Befürchtungen, daß man Dich beim Betreten und Verlassen der Diensträume barfuß ertappt?</p>
</blockquote><p>Kommt de facto eher selten vor (s.o.). Befürchtungen hab ich dann nicht, weil ich doch nichts de iure Verbotenes tue.</p>
<blockquote><p>Ich frage deshalb, weil es für mich unvorstellbar ist, barfuß im Büro zu erscheinen und erst dort Schuhe anzuziehen, oder mich dort oder auf dem Wege dorthin umzuziehen.</p>
</blockquote><p>Wenn ich einen Weg von ein paar Minuten von zu Hause bis zum Büro hätte, sähe ich das auch so. Weil ich aber zwischen meinem heimischen Haus bei MG und meinem Arbeitsplatz ca. 2 - 2 1/2 Stunden Fahrt habe (incl. örtlichem Nahverkehr), wäre ich, wenn ich Deinem Beispiel folgen würde, wie jeder &quot;Normale&quot; nur im Bett bzw. auf dem Weg dahin barfuß. Dein Verfahren setzt eine Trennung zwischen Geschäfts- und Privatbereich voraus. Die gibt es aber bei mir nicht. Ich bin in der Regel entweder im Bett oder im Büro bzw. auf dem Weg dorthin oder von dort (mal abgesehen von eher seltenen Aktionen wie Barfußwanderungen).</p>
<blockquote><p>Wenn ich einen Gerichtstermin habe, muß ich mich förmlicher anziehen als an terminfreien Tagen und vor allem die Schuhe vorher entsprechend auswählen (also an Gerichtstagen stets geschlossene Schuhe, im Sommer an terminfreien Tagen auch schon mal Sandalen ohne Sokken). Wenn man die Sokkenlosigkeit nicht sehen soll, was im Winter der Fall ist, dann kann wegen des Saumes auch die Wahl der Hose von Bedeutung sein.</p>
</blockquote><p>Für mich viel zu kompliziert. Zum Anzug gehören halt Halbschuhe und Socken.</p>
<blockquote><p>Niemals aber fiele es mir ein, barfuß zum Büro zu fahren - wobei ich im Sommer die Sandalen im Auto durchaus abstreife.</p>
</blockquote><p>Ich vermute, Du wohnst in der Nähe Deines Büros. Da ich Nichtautofahrer bin, kann ich auch nichts neben mich auf die Rückbank legen, sondern muß alles mit mir rumschleppen.</p>
<blockquote><p>Den Weg zwischen Parkplatz und Bürotür bzw. Wohnungstür sowie umgekehrt lege ich dagegen stets beschuht zurück.</p>
</blockquote><p>Bei mir exakt umgekehrt.</p>
<blockquote><p>Was Sandalen angeht, hate ich nie das Gefühl, daß mir da was &quot;um die Barfüße rumklappert&quot;, und festzukrallen brauchte ich mich auch nie. Sandalen und vor allem Flipflops sind gewissermaßen eine Kompromißlösung zwischen barfuß und geschlossenen Schuhen.</p>
</blockquote><p>&quot;Festkrallen&quot; gilt für Flipflops, &quot;Blasen&quot; (meist an der Fußoberseite)<br />
für Sandalen.</p>
<blockquote><p>Ich mußte auch schon lange Zugreisen zu weit entfernten Gerichtsterminen zurücklegen. Der &quot;Dresscode&quot; war dabei für mich nie ein Problem. Zum einen schleppe ich nicht gern mehr Zeugs mit mir rum, als ich benötige, und zweitens habe ich keine Lust, mich auch noch z. B. auf der Zugtoilette zweimal, also vor und nach dem Termin umzuziehen.</p>
</blockquote><p>Ich schleppe auch nicht gerne, deshalb die oben erläuterte Technik. Mitunter muß man den Anzug aber zu Reinigungszwecken wechseln. Da und bei auswärtigen Terminen ist das Schleppen eben unumgänglich. Und zum Umziehen nehm ich nicht die engen Klos im Zug (wo man sich ja kaum drehen kann), sondern Toiletten am Bahnhof, auch wenn sie kostenpflichtig sind. Bei 4-5 auswärtigen Terminen im Jahr kann ich mir das leisten ...</p>
<blockquote><p>Zudem sind die ICE- Züge allermeist klimatisiert. Im Zug ziehe ich auf solche Fahrten freilich auch die Schuhe aus.</p>
</blockquote><p>
Anzug/ Businessklamotten + barfuß ist aber auch keine so stylishe Kombination ...</p>
<p>Weitere Detailfragen zu den nicht unmittelbar barfußrelevanten Aspekten dieses Procedere klären wir wohl besser ber Email (oben anklicken). Dort werden auch Termine für eine ggf. erforderliche Autopsie meiner bescheidenen Räumlichkeiten vergeben (<img src="https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />))) ).</p>
<p>Gruß, Guenther</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260028</link>
<guid>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260028</guid>
<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 12:32:57 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Guenther</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kleiderwechsel im Büro? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Guenther!</p>
<blockquote><p>Genau, ich hab die &quot;Vorzeigeklamotten&quot; im Büro. Zu Hause bin ich eigentlich nur zum Schlafen (eine Folge beruflicher Unsicherheit, daß ich nie aus meinem elterlich ererbten und somit mietfreien Haus ausgesiedelt bin). Führt mitunter in etwas groteske Situationen, z.B. Sonntag, als es zwei Stunden vor Georgs Wanderung sintflutartig zu regnen anfing, und ich zwar Anzug, Schlips und langen Wintermantel (nicht wirklich bassend für eine solche Aktion), aber keine Regenjacke griffbereit hatte.</p>
</blockquote><p>Jetzt habe ich einige Fragen:<br />
Wenn Du stets im selben Hause gewohnt hast, dann müßtest Du dich eigentlich, wie man in Bayern sagt, &quot;ojß beinand&quot; (alles beieinander) haben. Deinen Beitrag verstehe ich aber so, daß Du anscheinend einen Kleiderschrank im Büro hast und Dich dort umziehst. Was trägt Du denn während der Fahrt zur Arbeit und zurück? Wann und wo ziehst Du Dich um? Hast Du tatsächlich einen Kleiderschrank im Büro? Und hast Du keine Befürchtungen, daß man Dich beim Betreten und Verlassen der Diensträume barfuß ertappt?</p>
<p>Oje, das war jetzt ein ganzer Katalog von Fragen (keine Angst, ich bin nicht Burkhard). Ich frage deshalb, weil es für mich unvorstellbar ist, barfuß im Büro zu erscheinen und erst dort Schuhe anzuziehen, oder mich dort oder auf dem Wege dorthin umzuziehen. Wenn ich einen Gerichtstermin habe, muß ich mich förmlicher anziehen als an terminfreien Tagen und vor allem die Schuhe vorher entsprechend auswählen (also an Gerichtstagen stets geschlossene Schuhe, im Sommer an terminfreien Tagen auch schon mal Sandalen ohne Sokken). Wenn man die Sokkenlosigkeit nicht sehen soll, was im Winter der Fall ist, dann kann wegen des Saumes auch die Wahl der Hose von Bedeutung sein. Niemals aber fiele es mir ein, barfuß zum Büro zu fahren - wobei ich im Sommer die Sandalen im Auto durchaus abstreife. Den Weg zwischen Parkplatz und Bürotür bzw. Wohnungstür sowie umgekehrt lege ich dagegen stets beschuht zurück.</p>
<blockquote><p>Sandalen ohne Socken hab ich nie erstrebt, weil ich´s nicht mag, wenn mir was um die Barfüße rumklappert, was ich festkrallen muß und ich außerdem leicht Blasen krieg. Wär auch glaub ich dresscodemäßig nicht so der große Schritt nach vorn. Zwischen den geisteswissenschaftlichen Disziplinen an der Uni bestehen himmelhohe Unterschiede, was den Grad der Konservativität der Kleiderordnungen anbelangt. Das kann von &quot;keine Kleiderordnung&quot; bis zu Bankverhältnissen gehen. Und bei zeitlich rückwärts gewandten Fächern ist es eher konservativ, hab ich den Eindruck.</p>
</blockquote><p>Das wußte ich nicht, daß es da so große Unterschiede gibt. Du scheinst ja eher auf der &quot;bankmäßigen&quot; Seite des Spektrums zu liegen.<br />
Was Sandalen angeht, hate ich nie das Gefühl, daß mir da was &quot;um die Barfüße rumklappert&quot;, und festzukrallen brauchte ich mich auch nie. Sandalen und vor allem Flipflops sind gewissermaßen eine Kompromißlösung zwischen barfuß und geschlossenen Schuhen.</p>
<blockquote><p>Z.B. im Juli mußt ich mich in brütender Hitze bewerben, und das geht nicht ohne strengsten Dresscode. Wenn man den aber schon seit 6 Uhr morgens anhat und dann 13 Uhr zum Vortrag erscheint, ist das (zumindest in meinem Fall) geruchsmäßig eine ziemliche Zumutung für die Umwelt. Da man aber auch nicht unterwegs duschen kann, schleppt man die feinen, niegelnagelneuen Klamotten halt in der Reisetasche mit sich und zieht sie am Bahnhof/ Flughafen des Zielorts an (zum Glück hat die Stewardess beim Einchecken -Germanwings - keine Schuhe verlangt). Dieses Verfahren bringt mitunter auch Überraschungen mit sich, z.B. daß die Halbschuhe in Größe 46, die im Regal so schön aussehen, nicht wirklich an die Haxen passen, und daß die Haut der Fersen dann nach der Vortragstour erstmal für einige Wochen weg ist (wie es mir neulich bei einem Kongreß passiert ist). Am nächsten Tag hab ich diese sympathischen Schuhe dann wieder gern nach der strengen Ratinger Konvention behandelt.<br />
Gruß, Guenther</p>
</blockquote><p>Ich mußte auch schon lange Zugreisen zu weit entfernten Gerichtsterminen zurücklegen. Der &quot;Dresscode&quot; war dabei für mich nie ein Problem. Zum einen schleppe ich nicht gern mehr Zeugs mit mir rum, als ich benötige, und zweitens habe ich keine Lust, mich auch noch z. B. auf der Zugtoilette zweimal, also vor und nach dem Termin umzuziehen. Zudem sind die ICE- Züge allermeist klimatisiert. Im Zug ziehe ich auf solche Fahrten freilich auch die Schuhe aus.</p>
<p>Barfüßige Sommergrüße,<br />
Markus U.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260026</link>
<guid>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260026</guid>
<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 11:47:33 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Markus U.</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stilbruch (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Michael!</p>
<p>Mit dem ersten Teil Deiner Ausführungen stimme ich völlig überein, nur glaube ich, daß ich im Hochsommer in Köln mit Jacket/ Krawatte/ kurzer Hose + barfuß zwar einiges Aufsehen erregen würde, aber nicht bei der Polizei. Man würde mich einfach für einen Spaßvogel halten ... Vielleicht ist da in Köln die Mentalität karnevalesker als anderswo.</p>
<p>Und beim ggf. notwendigen Umziehen bevorzuge ich, wie auch beim Schlafen, anders als Du entschieden überdachte Lokalitäten (etwa Bahnhofstoiletten, obwohl deren Benutzung heutzutage horrend teuer ist). Sonst könnte man doch leicht in den Verdacht geraten, ein Sittenstrolch zu sein, und in solcher Situation einem Polizisten zu erklären, daß man sich nur ausgezogen hat, um den mitgeführten Anzug anzuziehen, halte ich - obwohl ich sonst weniger an der Polizei zweifele als Du - für problematisch.</p>
<p>Gruß, Guenther</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260025</link>
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<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 11:36:27 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Guenther</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stilbruch (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Guenther!:</p>
<p>Guenther:<br />
Ein &quot;Normbruch&quot;, den alle gut finden, finden sie auch gut, einen solchen, den sonst keiner begeht, finden sie erst mal schlecht. Nur über den Sinn oder Unsinn der gebrochenen Norm (in dem Falle Schuhe tragen) denkt keiner nach.</p>
<p>Michael:<br />
Barfußlaufen außerhalb von Strand usw. an sich ist ein &quot;Normbruch&quot;, dabei sind im Prinzip nur dort sinnvoll, wo es zu kalt oder zu heiß ist oder aufgrund der Bodenbeschaffenheit, herumfliegenden Teilen usw. die Füße geschützt werden müssen. Wobei die Grenzen von Person zu Person unterschiedlich liegen. Wer etwa eine Wohnung mit Teppich hat, in einer klimatisierten Bank arbeitet und die Fahrt mit dem Auto zurücklegt, ohne kilometerweite Fußwege zurückzulegen, der könnte also das ganze Jahr über mit T-Shirt und kurzer Hose auskommen. Schuhe und winterlichere Kleidung müßten im Auto parat liegen für den Fall, daß man im Winter mal aussteigen muß, wenn das Auto in einer Schneewehe stecken geblieben ist. Aber erzähl das mal einem Bankdirektor!<br />
Es gibt übrigens Normbrüche, die sich im Laufe der Zeit durchgesetzt haben: Früher trug man beim Autofahren (und auch sonst außer Haus) einen Hut (genauer: ein Herr trug einen Hut, ein Mann trug eine Mütze; H trägt H, M trägt M). Heute fahren viele barhäuptig Auto, die Unterschiede zwischen einem Mann und einem Herrn sind verwischt. Über Autofahrer mit Hut wird heute sogar gelästert, das findet keiner gut. Mützen (speziell Baseballmützen) werden dagegen wieder häufiger getragen (neuer Stilbruch!), dafür nicht nur beim Autofahren, sondern auch in der Kirche, aber das ist bei Jugendlichen halt in. Aber wehe, man hat die Mütze andersrum auf wie der Rest!</p>
<p>Stilbruch ist auch nicht Stilbruch, eine Frau hat es da einfacher. Ich vermute einmal, daß eine Mann bei Temperaturen um +5°C leichter Ärger mit der Polizei bekommt wenn er barfuß (oder sockenlos in Sandalen) mit kurzen Hosen unterwegs ist wie als eine Frau in Kleidung mit vergleichbarem Bedeckungsgrad. Der Grund: Für Frauen gibt es Nylonstrumpfhosen, die auch bei kälterer Temperatur getragen werden und man manchmal auf den ersten Blick nicht als solche erkennen kann. Also vermutet ein außenstehender halt eine Dame mit Feinstrumpfhosen und kaum erkennbaren Schuhen und schaut nicht näher hin, wenn sie barfuß im Minirock über die Straße geht. Beim Mann, der barfuß in kurzen Hosen geht, dagegen vermutet man keine Strumpfhosen und schaut näher hin. Und wenn der Mann tatsächlich eine Strumpfhose trägt, wird (zumindest außerhalb von Karneval, St.-Pauli-Milieu usw. die Polizei gerufen. Ein Mann mit Feinstrumpfhosen ist halt auch ein Stilbruch.</p>
<p>Im Sommer dagegen wird ein barfüßiger Mann kaum behelligt, wenn er in kurzen oder langen Hosen durch die Stadt geht, etwa in Kombination mit einem T-Shirt. Ein Anzugträger am gleichen Ort wird auch nicht beachtet. Ein dritter, der zwar Jackett und Krawatte trägt, dazu aber kurze Hosen und barfuß (oder auch mit Schuhen), wird sicher von der Polizei kontrolliert. Der Stilbruch ist doch zu groß.</p>
<p>Guenther:<br />
Z.B. im Juli mußt ich mich in brütender Hitze bewerben, und das geht nicht ohne strengsten Dresscode. Wenn man den aber schon seit 6 Uhr morgens anhat und dann 13 Uhr zum Vortrag erscheint, ist das (zumindest in meinem Fall) geruchsmäßig eine ziemliche Zumutung für die Umwelt. Da man aber auch nicht unterwegs duschen kann, schleppt man die feinen, niegelnagelneuen Klamotten halt in der Reisetasche mit sich und zieht sie am Bahnhof/ Flughafen des Zielorts an (zum Glück hat die Stewardess beim Einchecken -Germanwings - keine Schuhe verlangt). Dieses Verfahren bringt mitunter auch Überraschungen mit sich, z.B. daß die Halbschuhe in Größe 46, die im Regal so schön aussehen, nicht wirklich an die Haxen passen, und daß die Haut der Fersen dann nach der Vortragstour erst mal für einige Wochen weg ist (wie es mir neulich bei einem Kongreß passiert ist). Am nächsten Tag hab ich diese sympathischen Schuhe dann wieder gern nach der strengen Ratinger Konvention behandelt.</p>
<p>Michael:<br />
Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als ich gegen Ende meines Studiums auf Stellensuche war und ich nur einen einzigen Anzug besaß. Darüber könnte ich Bände schreiben. Meistens reiste ich dann in Dienstkleidung an. Nach dem Vorstellungsgespräch hatte ich meistens Zeit, um noch die jeweilige Stadt zu besichtigen, wozu ich Dienstkleidung als weniger praktisch empfand. Meistens hatte ich es sehr eilig, in die Freizeitkleidung zu schlüpfen. Auf offener Straße tat ich das nicht, aber es konnte durchaus vorkommen, daß ich selbiges hinter einer Plakatwand an einer vielbefahrenen Straße tat (z.B. in Hanau), meistens waren es aber Parks (z.B. Taunusanlage in Frankfurt). Auf der Hintour wäre ein umgekehrtes Vorgehen durchaus auch denkbar gewesen, nur wußte ich in fremden Städten nicht, wo es geeignete Plätze gab. Es wäre doch peinlich, wenn man bis zum Termin keine Möglichkeit gefunden hat, sich umzuziehen. In manchen Fällen mißbrauchte ich die Zugtoilette, um kurz vor dem Zielort die von Freizeit- auf Dienstkleidung zu wechseln, jedoch nur bei weiteren Strecken, sicher nicht von Oldenburg nach Bremen. Bei allen Dingen machte ich es mir aus heutiger Sicht viel zu unbequem: Entweder (bei nicht allzu hohen Temperaturen oder Platzmangel) blieb ich in Halbschuhen oder ich nahm extra Sandalen mit. Heute würde ich einfach die Schuhe in die Tasche stecken und barfuß laufen. Seitdem ich in der Schweiz arbeite, war ich nicht mehr oft unterwegs, aber den Klamottenwechsel habe ich noch manches mal praktiziert (wenn ich alleine unterwegs war, nicht bei Reisen mit anderen). Aber seitdem ich barfuß laufe, war ich nur einmal geschäftlich unterwegs, und das war im letzten Juni in Basel. Und da nutzte ich den Baumbestand nahe der Tramhaltestelle Eglisee als &quot;Umkleidekabine&quot;</p>
<p>Gruß,<br />
Michael aus Zofingen</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260023</link>
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<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 11:10:27 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Michael aus Zofingen</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Austauschschülerin in Dänemark - Generationenkonflikte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Sabrina!</p>
<blockquote><p>Das Kind wird diese Meinung von seinen Eltern übernommen haben. Aber ist es nicht seltsam, daß prominente Leute vielfach von solchen Massenmenschen (als Menschen, die sich nicht von der &quot;&quot;grauen Masse&quot; unterscheiden) wegen ihrer Besonderheiten berühmt und bewundert werden, während diese Massenmenschen andererseits alles, was sie in ihrer Nähe an Besonderheiten vorfinden (und dabei empfinde ich meine Barfüßigkeit nicht einmal als besonders extravagant), aufs intoleranteste bekämpfen?</p>
</blockquote><p>Sie reflektieren einfach nicht über den Sinn von Normen. Ein &quot;Normbruch&quot;, den alle gut finden, finden sie auch gut, einen solchen, den sonst keiner begeht, finden sie erst mal schlecht. Nur über den Sinn oder Unsinn der gebrochenen Norm (in dem Falle Schuhetragen) denkt keiner nach.</p>
<blockquote><p>Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Begibst Du Dich barfuß zu Deiner Arbeitsstelle und ziehst dort Schuhe und Socken an bzw. wieder aus, wenn Du Feierabend hast. Ich weiß zwar nicht, was Du beruflich machst (nur soviel, daß Du an der Universität beschäftigt bist), aber ist es dort auch im Sommer nicht möglich, mit Sandalen ohne Socken zu erscheinen? Mein Mann hat auch einen Bürojob, aber dort wird es problemlos toleriert, daß er inzwischen auch im Winter keine Socken mehr trägt.</p>
</blockquote><p>Genau, ich hab die &quot;Vorzeigeklamotten&quot; im Büro. Zu Hause bin ich eigentlich nur zum Schlafen (eine Folge beruflicher Unsicherheit, daß ich nie aus meinem elterlich ererbten und somit mietfreien Haus ausgesiedelt bin). Führt mitunter in etwas groteske Situationen, z.B. Sonntag, als es zwei Stunden vor Georgs Wanderung sintflutartig zu regnen anfing, und ich zwar Anzug, Schlips und langen Wintermantel (nicht wirklich bassend für eine solche Aktion), aber keine Regenjacke griffbereit hatte.<br />
Sandalen ohne Socken hab ich nie erstrebt, weil ich´s nicht mag, wenn mir was um die Barfüße rumklappert, was ich festkrallen muß und ich außerdem leicht Blasen krieg. Wär auch glaub ich dresscodemäßig nicht so der große Schritt nach vorn. Zwischen den geisteswissenschaftlichen Disziplinen an der Uni bestehen himmelhohe Unterschiede, was den Grad der Konservativität der Kleiderordnungen anbelangt. Das kann von &quot;keine Kleiderordnung&quot; bis zu Bankverhältnissen gehen. Und bei zeitlich rückwärts gewandten Fächern ist es eher konservativ, hab ich den Eindruck.</p>
<blockquote><p>Ach so, von dieser Seite habe ich das noch nicht betrachtet. Ich fand diese Definition von Anfang an sehr originell und überzeugend. Und sie hat mir ja schließlich auch bei der Entfaltung meiner eigenen &quot;dauerhaften Barfüßigkeit&quot; enorm geholfen: Wenn ich Schuhe brauche, ziehe ich sie an. Und wenn ich keine Schuhe brauche, lasse ich sie auch gleich zu Hause.</p>
</blockquote><p>Geht bei mir mitunter nicht so einfach. Z.B. im Juli mußt ich mich in brütender Hitze bewerben, und das geht nicht ohne strengsten Dresscode. Wenn man den aber schon seit 6 Uhr morgens anhat und dann 13 Uhr zum Vortrag erscheint, ist das (zumindest in meinem Fall) geruchsmäßig eine ziemliche Zumutung für die Umwelt. Da man aber auch nicht unterwegs duschen kann, schleppt man die feinen, niegelnagelneuen Klamotten halt in der Reisetasche mit sich und zieht sie am Bahnhof/ Flughafen des Zielorts an (zum Glück hat die Stewardess beim Einchecken -Germanwings - keine Schuhe verlangt). Dieses Verfahren bringt mitunter auch Überraschungen mit sich, z.B. daß die Halbschuhe in Größe 46, die im Regal so schön aussehen, nicht wirklich an die Haxen passen, und daß die Haut der Fersen dann nach der Vortragstour erstmal für einige Wochen weg ist (wie es mir neulich bei einem Kongreß passiert ist). Am nächsten Tag hab ich diese sympathischen Schuhe dann wieder gern nach der strengen Ratinger Konvention behandelt.</p>
<p>Gruß, Guenther</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260017</link>
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<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 06:38:46 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Guenther</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Austauschschülerin in Dänemark - Diskussionsende (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Vielleicht ist unsere Diskussion ja jetzt an einem Punkt angelangt, an dem wir sie beenden können.</p>
</blockquote><p>Das ist eine Superidee, dann kann ich nämlich das &quot;off topic&quot; - Hinweisschildchen beruhigt in der Tasche stecken lassen (die Hand zuckte schon)! <img src="https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />)<br />
Georg<br />
(Vater von drei Bälgern, die ihm außerordentlich lieb und derzeit auch sehr teuer sind)</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260009</link>
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<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 17:42:37 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Georg</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Austauschschülerin in Dänemark - Generationenkonflikte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Sabrina,</p>
<blockquote><p>Hallo Pedro!<br />
Für mich ist es aber ein Unterschied, ob eine ältere Person ihr Unverständnis bekundet - obwohl ich natürlich alles andere als erfreut bin, wenn das in unfreundlichem Ton geschieht - oder ob in von irgendwelchen unreifen Bengeln oder Gören angepöbelt werde. Außerdem kann ich mich gegen die bemerkungen älterer Personen abgesehen davon, daß sie mir weniger ausmachen, besser zur Wehr setzen. Bei den Pöbeleien unreifer Jugendlicher kann ich nur so tun, als hätte ich nichts bemerkt, weil alles andere zu einer Eskalation der Siuation führen würde, womit ich dann erst recht nicht klarkäme. Trotzdem ärgern mich solche Begebenheiten ungemein und zeugen von der Intoleranz der heutigen Jugend. Und ich habe mir Derartiges früher nie herausgenommen!</p>
</blockquote><p>Dass Du Dir das nicht rausgenommen hast, glaube ich Dir gerne. Aber es gab auch zu Deiner Zeit Jugendliche, die sich sowas herausgenommen haben.</p>
<blockquote><p>Außerdem bin ich mit 27 Jahren noch gar nicht sooo alt. Du bist vermutlich älter als ich.</p>
</blockquote><p>Stimmt. Und ich habe mir sowas auch nie herausgenommen. Aber Altersgenossen, die sich sowas herausgenommen haben, gab es auch zu meiner Zeit.</p>
<blockquote><blockquote><p>Aber in einem Punkt hast Du schon recht: Mir fehlt jedes Verständnis für die pauschale Verunglimpfung einer ganzen Elterngeneration. Ich zitiere nochmals aus Deinem Beitrag von vorgestern:<br />
&quot;Wahrscheinlich muß man sich einfach mit der Tatsache abfinden, daß die Jugend von heute schlecht bzw. gar nicht erzogen ist und die heutigen Eltern von Erziehung nichts verstehen.&quot;<br />
Ich wollte Dir sagen, dass meine Frau und ich sich größte Mühe bei der Erziehung unserer Kinder geben. Und wir sind da wirklich kein Einzelfall.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Dafür möchte ich mich entschuldigen. Als ich den von Dir zitierten Beitrag schrieb, war ich so verzagt und wütend zugleich, daß meine Gefühle mit mir durchgingen. Dennoch habe ich den Eindruck, daß die Kindererziehung allgemein - wobei ich das jetzt ausdrücklich nicht auf Dich beziehe - früher einfacher war. Als ich noch zur Schule ging, habe ich die wenigen &quot;Schlüsselkinder&quot; berufstätiger Mütter bedauert, denn unsere Mutter hat sich selber um uns gekümmert und uns weder in fremde Obhut gegeben noch uns selbst überlassen, während heute die meisten Mütter berufstätig sind und sich deshalb eben nicht selbst um ihre Kinder kümmern (können). Aber vielleicht ist das bei Euch ja anders.</p>
</blockquote><p>Danke für Deine lieben Worte. Erziehung empfinde ich heute als schwierig wegen des Einflusses der Medien.</p>
<p>Meine Frau ist derzeit nicht berufstätig. Aber es gibt Tage, da wünschte ich mir, es wäre anders herum. Wichtig ist, dass jemand bei den Kindern ist. Dies kann, vor allem bei älteren Kindern, aber auch der Vater sein.</p>
<blockquote><blockquote><p>Wofür ich hingegen sehr viel Verständnis habe, ist Deine gegenwärtige Situation. Ich wünsche Deinem Mann von Herzen gute Genesung.<br />
Viele Grüße<br />
Pedro</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Danke für Dein Verständnis und die Genesungswünsche.<br />
Gruß,<br />
Sabrina</p>
</blockquote><p>Vielleicht ist unsere Diskussion ja jetzt an einem Punkt angelangt, an dem wir sie beenden können.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Pedro</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260005</link>
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<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 15:34:43 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Pedro</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Austauschschülerin in Dänemark - Generationenkonflikte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Pedro!</p>
<blockquote><p>Hallo Sabrina,<br />
sorry, ich wusste nicht, dass das Zitat nicht echt war.<br />
Aber auch ohne den Zeugen Sokrates bleibe ich bei meiner Ansicht, dass es weder neu noch korrekt beobachtet ist, wenn Ältere meinen, sie seien in ihrer Jugend besser gewesen als die heutige Jugend.<br />
Auch wurde in diesem Forum schon von unschönen Bemerkungen beschuhter Erwachsener berichtet, und zwar sowohl zu barfüßigen Erwachsenen als auch zu barfüßigen Jugendlichen.</p>
</blockquote><p>Für mich ist es aber ein Unterschied, ob eine ältere Person ihr Unverständnis bekundet - obwohl ich natürlich alles andere als erfreut bin, wenn das in unfreundlichem Ton geschieht - oder ob in von irgendwelchen unreifen Bengeln oder Gören angepöbelt werde. Außerdem kann ich mich gegen die bemerkungen älterer Personen abgesehen davon, daß sie mir weniger ausmachen, besser zur Wehr setzen. Bei den Pöbeleien unreifer Jugendlicher kann ich nur so tun, als hätte ich nichts bemerkt, weil alles andere zu einer Eskalation der Siuation führen würde, womit ich dann erst recht nicht klarkäme. Trotzdem ärgern mich solche Begebenheiten ungemein und zeugen von der Intoleranz der heutigen Jugend. Und ich habe mir Derartiges früher nie herausgenommen!<br />
Außerdem bin ich mit 27 Jahren noch gar nicht sooo alt. Du bist vermutlich älter als ich.</p>
<blockquote><p>Aber in einem Punkt hast Du schon recht: Mir fehlt jedes Verständnis für die pauschale Verunglimpfung einer ganzen Elterngeneration. Ich zitiere nochmals aus Deinem Beitrag von vorgestern:<br />
&quot;Wahrscheinlich muß man sich einfach mit der Tatsache abfinden, daß die Jugend von heute schlecht bzw. gar nicht erzogen ist und die heutigen Eltern von Erziehung nichts verstehen.&quot;<br />
Ich wollte Dir sagen, dass meine Frau und ich sich größte Mühe bei der Erziehung unserer Kinder geben. Und wir sind da wirklich kein Einzelfall.</p>
</blockquote><p>Dafür möchte ich mich entschuldigen. Als ich den von Dir zitierten Beitrag schrieb, war ich so verzagt und wütend zugleich, daß meine Gefühle mit mir durchgingen. Dennoch habe ich den Eindruck, daß die Kindererziehung allgemein - wobei ich das jetzt ausdrücklich nicht auf Dich beziehe - früher einfacher war. Als ich noch zur Schule ging, habe ich die wenigen &quot;Schlüsselkinder&quot; berufstätiger Mütter bedauert, denn unsere Mutter hat sich selber um uns gekümmert und uns weder in fremde Obhut gegeben noch uns selbst überlassen, während heute die meisten Mütter berufstätig sind und sich deshalb eben nicht selbst um ihre Kinder kümmern (können). Aber vielleicht ist das bei Euch ja anders.</p>
<blockquote><p>Wofür ich hingegen sehr viel Verständnis habe, ist Deine gegenwärtige Situation. Ich wünsche Deinem Mann von Herzen gute Genesung.<br />
Viele Grüße<br />
Pedro</p>
</blockquote><p>Danke für Dein Verständnis und die Genesungswünsche.</p>
<p>Gruß,<br />
Sabrina</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260004</link>
<guid>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260004</guid>
<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 15:18:03 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Sabrina</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Austauschschülerin in Dänemark - Generationenkonflikte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Guenther!</p>
<blockquote><p>Hm, &quot;lauthals kommentieren&quot; ist eigentlich für diese Art von Kommentaren nicht der richtige Ausdruck. Sie sind stets zu mehreren, sagen dann zueinander: &quot;Guck mal, barfuß, voll assi&quot;, aber so laut, daß man es hören soll. Wenn sie allein wären, würden sie sich das gar nicht trauen.</p>
</blockquote><p>Da magst Du recht haben. Von einer einzelnen Person bin ich nämlich noch nicht so angepöbelt worden.</p>
<blockquote><p>Die ganz kleinen plappern &quot;naiv&quot; das heraus, was ihnen in den Sinn kommt. Die etwas größeren sagen aber das, was ihnen die Eltern irgendwann mal in einer familiären Situation &quot;vorplappern&quot;. Ich kann mich erinnern, daß ich meine Eltern oft in peinliche Situationen gebracht habe, indem ich dritten (etwa meiner Oma) naiverweise das durchgetragen habe, was meine Eltern vermeintlich hinter ihrem Rücken über sie gesagt haben.</p>
</blockquote><p>O ja, das kenne ich auch, und wenn wir uns heute an diese Begebenheiten erinnern, finden wir sie alle ganz lustig, obwohl sie das damals gewiß nicht waren. Aber gerade durch solche Anlässe haben wir allmählich gelernt, bedachter mit unseren Äußerungen zu sein.</p>
<blockquote><p>Und die Äußerung &quot;so eine(n) will ich nicht in diesem Viertel/ Wohnblock&quot; kommt nicht von einem Kind. &quot;Schlampe&quot; mag als Schimpfwort gängiges Vokabular sein, und kombiniert sich leicht mit jedem Attribut, da will ich mich nicht festlegen. Überleg mal, wie Du die Eltern von dem Kind einschätzt, das gesagt hat &quot;sowas will ich nicht in unserem Wohnblock&quot;.</p>
</blockquote><p>Das Kind wird diese Meinung von seinen Eltern übernommen haben. Aber ist es nicht seltsam, daß prominente Leute vielfach von solchen Massenmenschen (als Menschen, die sich nicht von der &quot;&quot;grauen Masse&quot; unterscheiden) wegen ihrer Besonderheiten berühmt und bewundert werden, während diese Massenmenschen andererseits alles, was sie in ihrer Nähe an Besonderheiten vorfinden (und dabei empfinde ich meine Barfüßigkeit nicht einmal als besonders extravagant), aufs intoleranteste bekämpfen?</p>
<blockquote><blockquote><p>In fremder Umgebung werde ich eigentlich nie angepöbelt (allerdings halte ich mich kaum in der Nähe von Bahnhöfen auf; ich nehme an, daß Du Berufspendler bist).</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Genau, ich pendele täglich nach MG, und zwar so spät bzw. so früh, daß ich von der Nachbarschaft da kaum was mitbekomme (ist mir eigentlich auch egal).<br />
Bei mir ist die Alternative fast immer &quot;feste Schuhe mit Socken&quot; (berufsbedingt) oder &quot;ganz barfuß&quot;. Mit Kirchen hab ich weniger zu tun, offizielle Anlässe zählen bei mir meist zum Beruf, und den letzten Krankenbesuch hab ich sogar auch barfuß gemacht, war bei einer Kollegin (im Hochsommer) in der Frauenklinik, da hat mich sogar eine Schwester angenöckelt (obwohl ich ja dort kaum Patient sein konnte).</p>
</blockquote><p>Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Begibst Du Dich barfuß zu Deiner Arbeitsstelle und ziehst dort Schuhe und Socken an bzw. wieder aus, wenn Du Feierabend hast. Ich weiß zwar nicht, was Du beruflich machst (nur soviel, daß Du an der Universität beschäftigt bist), aber ist es dort auch im Sommer nicht möglich, mit Sandalen ohne Socken zu erscheinen? Mein Mann hat auch einen Bürojob, aber dort wird es problemlos toleriert, daß er inzwischen auch im Winter keine Socken mehr trägt.<br />
In der Kirche traue ich mich nicht, barfuß zu sein, weil ich mich da doch lieber dem leider ziemlich bürgerlichen Publikum anpasse, und die Krankenbesuche mache ich deshalb nicht barfuß, weil es um meinen Mann geht und mich das sehr belastet.</p>
<blockquote><p>Die &quot;Ratinger&quot; Definition ist denk ich, deshalb so umstritten, weil verständlicherweise kein Organisator einer Barfußwanderung Leute haben möchte, die sich überschätzen und dann nachher rumjammern, weil sie keine Schuhe dabeihaben. Bei täglichen Gängen dagegen wird keiner ständig Schuhe mitschleppen wollen.<br />
Barfüßigen Gruß, Guenther</p>
</blockquote><p>Ach so, von dieser Seite habe ich das noch nicht betrachtet. Ich fand diese Definition von Anfang an sehr originell und überzeugend. Und sie hat mir ja schließlich auch bei der Entfaltung meiner eigenen &quot;dauerhaften Barfüßigkeit&quot; enorm geholfen: Wenn ich Schuhe brauche, ziehe ich sie an. Und wenn ich keine Schuhe brauche, lasse ich sie auch gleich zu Hause.</p>
<p>Gruß,<br />
Sabrina</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260001</link>
<guid>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260001</guid>
<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 14:47:09 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Sabrina</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Austauschschülerin in Dänemark - Generationenkonflikte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Außerdem habe ich dadurch in Erfahrung gebracht, daß das angebliche Zitat aus Pedro&#039;s nicht gerade von Verständnis geprägtem Beutrag gar nicht von Sokrates stammt.</p>
</blockquote><p>Hallo Sabrina,</p>
<p>sorry, ich wusste nicht, dass das Zitat nicht echt war.</p>
<p>Aber auch ohne den Zeugen Sokrates bleibe ich bei meiner Ansicht, dass es weder neu noch korrekt beobachtet ist, wenn Ältere meinen, sie seien in ihrer Jugend besser gewesen als die heutige Jugend.</p>
<p>Auch wurde in diesem Forum schon von unschönen Bemerkungen beschuhter Erwachsener berichtet, und zwar sowohl zu barfüßigen Erwachsenen als auch zu barfüßigen Jugendlichen.</p>
<p>Aber in einem Punkt hast Du schon recht: Mir fehlt jedes Verständnis für die pauschale Verunglimpfung einer ganzen Elterngeneration. Ich zitiere nochmals aus Deinem Beitrag von vorgestern:<br />
&quot;Wahrscheinlich muß man sich einfach mit Tatsache abfingen, daß die Jugend von heute schlecht bzw. gar nicht erzogen ist und die heutigen Eltern von Erziehung nichts verstehen.&quot;<br />
Ich wollte Dir sagen, dass meine Frau und ich sich größte Mühe bei der Erziehung unserer Kinder geben. Und wir sind da wirklich kein Einzelfall.</p>
<p>Wofür ich hingegen sehr viel Verständnis habe, ist Deine gegenwärtige Situation. Ich wünsche Deinem Mann von Herzen gute Genesung.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Pedro</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260000</link>
<guid>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994260000</guid>
<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 14:17:19 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Pedro</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Austauschschülerin in Dänemark - Generationenkonflikte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Sabrina!</p>
<blockquote><p>Das mag sein, und sie können meinetwegen denken und meinen, was sie wollen, aber sie sollen es bitteschön für sich behalten. Ich nehme Anstoß daran, daß diese unreifen Gestalten alles, was sie sehen, lauthals kommentieren.</p>
</blockquote><p>Hm, &quot;lauthals kommentieren&quot; ist eigentlich für diese Art von Kommentaren nicht der richtige Ausdruck. Sie sind stets zu mehreren, sagen dann zueinander: &quot;Guck mal, barfuß, voll assi&quot;, aber so laut, daß man es hören soll. Wenn sie allein wären, würden sie sich das gar nicht trauen.</p>
<blockquote><p>Diese Art von Kommentaren habe ich nicht gemeint, denn erstens sind diese Äußerungen nicht beleidigend, und zweitens stammen sie zumeist von ganz kleinen Kindern, die erst noch lernen müssen (falls jemand es ihnen beibringt, was wohl heute anders als vor zwanzig Jahren anscheinend nicht mehr selbstverständlich ist), daß man das Äußere anderer, zumal fremder Personen nicht ungefragt kommentiert.</p>
</blockquote><p>Die ganz kleinen plappern &quot;naiv&quot; das heraus, was ihnen in den Sinn kommt. Die etwas größeren sagen aber das, was ihnen die Eltern irgendwann mal in einer familiären Situation &quot;vorplappern&quot;. Ich kann mich erinnern, daß ich meine Eltern oft in peinliche Situationen gebracht habe, indem ich dritten (etwa meiner Oma) naiverweise das durchgetragen habe, was meine Eltern vermeintlich hinter ihrem Rücken über sie gesagt haben. Und die Äußerung &quot;so eine(n) will ich nicht in diesem Viertel/ Wohnblock&quot; kommt nicht von einem Kind. &quot;Schlampe&quot; mag als Schimpfwort gängiges Vokabular sein, und kombiniert sich leicht mit jedem Attribut, da will ich mich nicht festlegen. Überleg mal, wie Du die Eltern von dem Kind einschätzt, das gesagt hat &quot;sowas will ich nicht in unserem Wohnblock&quot;.</p>
<blockquote><p>Stimmt, diese Begebenheit hat sich in der Nachbarschaft abgespielt. In fremder Umgebung werde ich eigentlich nie angepöbelt (allerdings halte ich mich kaum in der Nähe von Bahnhöfen auf; ich nehme an, daß Du Berufspendler bist).</p>
</blockquote><p>Genau, ich pendele täglich nach MG, und zwar so spät bzw. so früh, daß ich von der Nachbarschaft da kaum was mitbekomme (ist mir eigentlich auch egal).</p>
<blockquote><p>Auch mit der Polizei hatte ich wegen meiner Barfüßigkeit noch nie Probleme.</p>
</blockquote><p>Könnte auch aufenthaltsortbedingt sein. In MG bin ich eigentlich, wenn ich genau überlege, noch nie kontrolliert werde. Aber am Kölner HBF patroullieren halt ständig Polizisten, und wenn dann jemand bei tieferen Temeperaturen barfuß ist, wird er halt kontrolliert.</p>
<blockquote><p>Keine Sorge; das Barfußlaufen lasse ich mir nicht vermiesen. Seit dem letzten Winter bin ich auch in der kälteren Jahrestzeit aktiv; ich habe mich ganz langsam sowohl an tiefere Temperaturen als auch an schwierigere Untergründe gewöhnt, wobei mir vor allem die sogenannte &quot;Ratinger Definition&quot; geholfen hat. Im Winter ziehe ich aber auch öfters Sandalen an. Die trage ich auch in der Kirche, zu &quot;offiziellen&quot; Anlässen und zu Krankenbesuchen.</p>
</blockquote><p>Bei mir ist die Alternative fast immer &quot;feste Schuhe mit Socken&quot; (berufsbedingt) oder &quot;ganz barfuß&quot;. Mit Kirchen hab ich weniger zu tun, offizielle Anlässe zählen bei mir meist zum Beruf, und den letzten Krankenbesuch hab ich sogar auch barfuß gemacht, war bei einer Kollegin (im Hochsommer) in der Frauenklinik, da hat mich sogar eine Schwester angenöckelt (obwohl ich ja dort kaum Patient sein konnte).<br />
Die &quot;Ratinger&quot; Definition ist denk ich, deshalb so umstritten, weil verständlicherweise kein Organisator einer Barfußwanderung Leute haben möchte, die sich überschätzen und dann nachher rumjammern, weil sie keine Schuhe dabeihaben. Bei täglichen Gängen dagegen wird keiner ständig Schuhe mitschleppen wollen.</p>
<p>Barfüßigen Gruß, Guenther</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994259999</link>
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<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 13:29:05 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Guenther</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Austauschschülerin in Dänemark - Generationenkonflikte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Guenther!</p>
<blockquote><p>Hi Sabrina!<br />
Tröste Dich: Auch ich (37) werde gelegentlich wegen Barfüßigkeit als &quot;Assi&quot; bezeichnet, und das ist ja nun wahrscheinlich das männliche Pendant zu &quot;Schlampe&quot;.<br />
Woher kommt das? Also, da gibt es einerseits die schon mehrfach zitierten supergestylten Teeny-Girls so zwischen 15 und 20 mit den pinken Absatz-Flipflops (Du verstehst meine Überzeichnung). Denen kauf ich es ab, daß sie sowas zumindest aus ehrlicher Abscheu sagen, weil sie sich eben nicht vorstellen können, auf die paar Milimeter Plastik zu verzichten.</p>
</blockquote><p>Daqsn mag sein, und sie können meinetwegen denken und meinen, was sie wollen, aber sie sollen es bitteschön für sich behalten. Ich nehme Anstoß daran, daß diese unreifen Gestalten alles, was sie sehen, lauthals kommentieren.</p>
<blockquote><p>Wenn es aber wesentlich jüngere, also echte &quot;Kinder&quot; sind, dann hört sich die natürliche Frage meist ganz anders an: &quot;Warum läuft der/die barfuß&quot; oder &quot;Warum hat der/ die keine Schuhe an&quot;. Oder allenfalls mal &quot;Darf der das?&quot; (wohinter denn wahrscheinlich das von Mama/ Papa ausgesprochene Verbot, selbst barfuß zu laufen, steht).</p>
</blockquote><p>Diese Art von Kommentaren habe ich nicht gemeint, denn erstens sind diese Äußerungen nicht beleidigend, und zweitens stammen sie zumeist von ganz kleinen Kindern, die erst noch lernen müssen (falls jemand es ihnen beibringt, was wohl heute anders als vor zwanzig Jahren anscheinend nicht mehr selbstverständlich ist), daß man das Äußere anderer, zumal fremder Personen nicht ungefragt kommentiert.</p>
<blockquote><p>Wenn ein zehnjähriges oder noch jüngeres Kind aber die Tatsache der Barfüßigkeit mit massiven sozialen Werturteilen verbindet, etwa &quot;So einen möchte ich nicht in unserem Wohnblock haben&quot; (das war doch das andere Beispiel), so tu ich mich schwer damit, ein solches Urteil nur dem Kind allein anzulasten. Denn das selbstgefällige Urteil &quot;der oder jener gehört hier nicht hin&quot; ist doch eigentlich die selbstgefällige Blockwartmentalität, die sich Erwachsene in enthemmten Stammtischdiskussionen beilegen. Ich nehme also eher an, daß dieses Kind in einem Deiner Barfüßigkeit feindlichen familiären Milieu nimmt. Dazu würde stimmen, daß diese Szene sich in Deiner Nachbarschaft abgespielt hab. Wo ich gewöhnlich angebpöbelt werde (womit ich jetzt nicht sagen will, daß es ständig vorkommt), ist meist in den großen Verkehrsbezirken um den Kölner Bahnhof herum, und da kennt mich mit Sicherheit keiner persönlich. Die Leute, die da was sagen, haben sich dann also zumindest ihr eigenes Urteil gebildet. Und das bezweifele ich ein wenig bei dem Knaben aus Deiner Nachbarschaft.</p>
</blockquote><p>Stimmt, diese Begebenheit hat sich in der Nachbarschaft abgespielt. In fremder Umgebung werde ich eigentlich nie angepöbelt (allerdings halte ich mich kaum in der Nähe von Bahnhöfen auf; ich nehme an, daß Du Berufspendler bist). Auch mit der Polizei hatte ich wegen meiner Barfüßigkeit noch nie Probleme.</p>
<blockquote><p>Aber laß Dir das Barfußlaufen nicht vermiesen (bist Du eigentlich auch in der kälteren Jahreszeit aktiv?) und vor allem schnelle Besserung für Deinen Mann<br />
Guenther</p>
</blockquote><p>Keine Sorge; das Barfußlaufen lasse ich mir nicht vermiesen. Seit dem letzten Winter bin ich auch in der kälteren Jahrestzeit aktiv; ich habe mich ganz langsam sowohl an tiefere Temperaturen als auch an schwierigere Untergründe gewöhnt, wobei mir vor allem die sogenannte &quot;Ratinger Definition&quot; geholfen hat. Im Winter ziehe ich aber auch öfters Sandalen an. Die trage ich auch in der Kirche, zu &quot;offiziellen&quot; Anlässen und zu Krankenbesuchen.<br />
Ganz herzlichen Dank auch für die Besserungswünsche. Mein Mann wird voraussichtlich Mitte der nächsten Woche aus dem Krankenhaus entlassen. Es wird aber auch dann noch etwas dauern, bis mein lieber Schnuckel wieder ganz gesund sein wird. Zum Glück wird er keine bleibenden Schäden davontragen.</p>
<blockquote><p>P.S.: Und sorry wegen der für Dich wahrscheinlich öden Sokrates-Diskussion.</p>
</blockquote><p>Ist verziehen <img src="https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/images/smilies/wink.png" alt=";-)" /> Schließlich bin ich ja trotz meines gegenwärtigen Kummers nicht der Mittelpunkt des Forums. Außerdem habe ich dadurch in Erfahrung gebracht, daß das angebliche Zitat aus Pedro&#039;s nicht gerade von Verständnis geprägtem Beutrag gar nicht von Sokrates stammt. Und daß Sokrates &quot;einer von uns&quot; war, habe ich bisher auch nicht gewußt.</p>
<p>Gruß,<br />
Sabrina</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994259996</link>
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<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 12:28:04 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Sabrina</dc:creator>
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<title>Austauschschülerin in Dänemark - Generationenkonflikte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Sabrina!</p>
<p>Töste Dich: Auch ich (37) werde gelegentlich wegen Barfüßigkeit als &quot;Assi&quot; bezeichnet, und das ist ja nun wahrscheinlich das männliche Pendant zu &quot;Schlampe&quot;.<br />
Woher kommt das? Also, da gibt es einerseits die schon mehrfach zitierten supergestylten Teeny-Girls so zwischen 15 und 20 mit den pinken Absatz-Flipflops (Du verstehst meine Überzeichnung). Denen kauf ich es ab, daß sie sowas zumindest aus ehrlicher Abscheu sagen, weil sie sich eben nicht vorstellen können, auf die paar Milimeter Plastik zu verzichten.<br />
Wenn es aber wesentlich jüngere, also echte &quot;Kinder&quot; sind, dann hört sich die natürliche Frage meist ganz anders an: &quot;Warum läuft der/die barfuß&quot; oder &quot;Warum hat der/ die keine Schuhe an&quot;. Oder allenfalls mal &quot;Darf der das?&quot; (wohinter denn wahrscheinlich das von Mama/ Papa ausgesprochene Verbot, selbst barfuß zu laufen, steht). Wenn ein zehnjähriges oder noch jüngeres Kind aber die Tatsache der Barfüßigkeit mit massiven sozialen Werturteilen verbindet, etwa &quot;So einen möchte ich nicht in unserem Wohnblock haben&quot; (das war doch das andere Beispiel), so tu ich mich schwer damit, ein solches Urteil nur dem Kind allein anzulasten. Denn das selbstgefällige Urteil &quot;der oder jener gehört hier nicht hin&quot; ist doch eigentlich die selbstgefällige Blockwartmentalität, die sich Erwachsene in enthemmten Stammtischdiskussionen beilegen. Ich nehme also eher an, daß dieses Kind in einem Deiner Barfüßigkeit feindlichen familiären Milieu nimmt. Dazu würde stimmen, daß diese Szene sich in Deiner Nachbarschaft abgespielt hab. Wo ich gewöhnlich angebpöbelt werde (womit ich jetzt nicht sagen will, daß es ständig vorkommt), ist meist in den großen Verkehrsbezirken um den Kölner Bahnhof herum, und da kennt mich mit Sicherheit keiner persönlich. Die Leute, die da was sagen, haben sich dann also zumindest ihr eigenes Urteil gebildet. Und das bezweifele ich ein wenig bei dem Knaben aus Deiner Nachbarschaft.<br />
Aber laß Dir das Barfußlaufen nicht vermiesen (bist Du eigentlich auch in der kälteren Jahreszeit aktiv?) und vor allem schnelle Besserung für Deinen Mann</p>
<p>Guenther<br />
P.S.: Und sorry wegen der für Dich wahrscheinlich öden Sokrates-Diskussion.</p>
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<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 09:49:02 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Guenther</dc:creator>
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