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<title>Hobby? Barfuß! auf Parsimony - Barfuss in London / Nordengland</title>
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<title>Barfuss in London / Nordengland</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi,</p>
<p>mein Urlaub in England war eine gute Gelegenheit, mich auch &#039;mal außerhalb<br />
bekannten Terrains sohlenlos fort zu bewegen. Zuerst ging es für 6<br />
Tage nach London. Hier war ich erst einmal einen halben Tag mit Sandalen<br />
unterwegs um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen und nicht als<br />
erstes nur auf den Boden achten zu müssen. Nach den ersten Stunden,<br />
es war die ganzen Tage herrlich warm und überwiegend sonnig bei 22-27<br />
Grad, wanderten die Sandalen aber in die Rucksack-Netztasche und ich versuchte<br />
mich mal barfüßig auf britischem Boden.</p>
<p>Entgegen den Befürchtungen waren auf dem Pflaster nur ganz wenige<br />
Stellen mit einigen kleinen Scherben und überwiegend konnte ich ganz<br />
normal gehen ohne besonders auf den Boden achten zu müssen. Tower<br />
Bridge-Besichtigung, Themse-Ufer, St-Pauls-Kathedrale, etc. ließen<br />
sich barfuß ohne Problem besuchen. Auch wenn ich in all den Tagen<br />
nur einen einzigen Barfüßler in London herumgehen gesehen habe,<br />
fiel ich bei den Londonern fast gar nicht auf. Die Stadt ist so kosmopolitisch<br />
in ihrem Wesen, daß das Ungewohnte schon zum Gewohnten wird.</p>
<p>Nur an einer einzigen Stelle mußte ich meine Schuhe anziehen:<br />
beim Besuch des unterirdischen ehemaligen &quot;War Rooms&quot;, aus welchem die<br />
Briten ihre Truppen im 2. Weltkrieg heraus kommandierten, verlangte ein<br />
Wärter unbedingt Schuhe. Es gab zwar keine Begründung dafür,<br />
eine Diskussion war es mit aber nicht wert und so ging ich halt mal mit<br />
Schuhen runter auf absolut glattem und verletzungsungefährlichem Boden.</p>
<p>Auch öffentliche Verkehrsmittel sind barfuß kein Problem,<br />
weder bei den Bussen, noch in der U-Bahn. Bei letzterer muß man zwar<br />
wie immer etwas bei den Rolltreppen aufpassen, daß man den Absprung<br />
nicht verpennt, ansonsten sind diese aber relativ sauber und gut zu begehen.<br />
Es ist nur recht witzig, wenn man dann in den relativ engen Zügen<br />
sitzt und gegenüber sitzen im klassischen Nadelstreifenanzug gekleidete<br />
Geschäftsleute. Das führt dann schon mal zu etwas verwunderten<br />
Blicken. Verwunderte Blicke und zwei oder drei Kommentare gabe es in meiner<br />
Hörweite nur von Touristen. Die hatten immer die Befürchtung,<br />
daß man ständig in Scherben treten würde. Ein australischer<br />
Touri meinte nur lapidar, daß ich wohl sehr mutig sein müßte,<br />
barfuß in London herumzugehen. Leider ließ er sich nicht vom<br />
Gegenteil überzeugen.</p>
<p>In Geschäften und Kaufhäuser, z.B. Marks und Spencer, war<br />
barfüßiger Einkauf auch kein Problem, auch wenn mir bei M&amp;S<br />
in der Tiefkühlabteilung beinahe die Füße abgefroren wären,<br />
in den ewig langen offenen Tiefkühlregalreihen.</p>
<p>Barfuß eine Stadt zu erkundigen ist im Nachhinein betrachtet viel<br />
angenehmer als mit Schuhen. Zumindest habe ich früher meine Füße<br />
viel eher &quot;gespürt&quot;, als dieses Mal, obwohl meine Freundin und ich<br />
täglich ettliche Stunden herumgegangen sind. Ohne Druckstellen und<br />
Hitzestau geht es sich einfach angenehmer.</p>
<p>Auch Abends ließ sich London ganz gut barfuß erkunden. Wir<br />
waren viel im pulsierenden Soho unterwegs, doch trotz Gedränge stieg<br />
mir keiner auf die Zehen und erwischte ich keine Scherbe oder sonstige<br />
scharfkantigen Gegenstände. Allerdings hielt ich hier schon etwas<br />
mehr Blickkontakt mit dem Boden um nicht doch noch Bekanntschaft mit einem<br />
fallengelassenen Bierglas zu machen.</p>
<p>Der zweite Teil des Urlaubs ging in den Lake District (Nordengland)<br />
zum Wandern. Dort war ich dann aber nur noch in der Jugendherberge bzw.<br />
in der näheren Umgebung barfuß unterwegs, da die Wanderungen<br />
meistens über recht groben Schotter bzw. in bergigem Gelände<br />
verliefen. Ich hatte da weniger Angst um meine Fußsohlen, als<br />
vielmehr um die Knöchel bei einem möglichen Abknicken beim begehen<br />
der teilweise sehr rauhen und felsigen Pfade. Da bin ich lieber etwas weniger<br />
puristisch und ziehe mein &quot;Werkzeug&quot; Wanderschuh an, als daß ich<br />
einer der vielen Kunden der lokalen Bergrettung werde.</p>
<p>In der Jugendherberge traf ich dann auch erstmals andere Barfüßler,<br />
denen nach einem Tag in Wanderschuhen der Sinn nach mehr Fußfreiheit<br />
war. Auffälligerweise aber waren es nur männliche Barfüßer,<br />
ansonsten dominierten nackte Füße in Sandalen.</p>
<p>Alles in allem war es ein ganz gelungener, in weiten Teilen barfüßiger<br />
Urlaub, der für mich eine erste schöne Barfußsaison (fast)<br />
abschließt, bevor es vermutlich zu kalt werden wird.</p>
<p>Grüße</p>
<p>Kai</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994202157</link>
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<pubDate>Mon, 20 Sep 1999 17:12:53 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Kai</dc:creator>
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