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<title>Hobby? Barfuß! auf Parsimony - Begegnung mit meiner Schwester</title>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/</link>
<description>Archiv</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Markus,</p>
<blockquote><p>Da haben wir ja beide eine ähnliche Entwicklung mitgemacht, denn auch ich hatte als Kind ein sehr konservatives Umfeld (meine Eltern sowie meine Schwester sind immer noch sehr konservativ), dessen Ansichten ich schon als Kind kritisch hinterfragt habe, und bis heute bin ich Autoritäten gegenüber sehr skeptisch:</p>
</blockquote><p>Ich bin bei allem erst mal skeptisch, nicht nur bei Autoritäten. Wenn mir der Vertreter eines Lieferanten gegenüber sitzt, denke ich zuerst mal &quot;armes Schwein&quot;. Den ganzen Tag in einem eingeschnürten Anzug Leute bequasseln zu müssen, dies und jenes zu kaufen. Dann das frustrierte Gesicht, wenn ich bestenfalls Kleinmengen zum Test ordere. Mein &quot;barfuß&quot; ist in dem Fall egal, da geht es sowieso nur ums Geld.</p>
<p>Mit &quot;von Person bekannten&quot; Autoritäten habe ich generell kein Problem, die werden behandelt wie jeder Mensch. In meinem ursprünglichen Beruf konnte ich nur einen davon akzeptieren. Ein Franzose, genialer Wissenschaftler, perfektes Team, aber leider schon voll besetzt <img src="https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/images/smilies/frown.png" alt=":-(" /></p>
<blockquote><p>Zum Barfußlaufen bin ich freilich nicht deswegen gekommen, denn ich weiß ja oder konnte mir zumindest denken, daß dies kein &quot;Alleinstellungsmerkmal&quot; ist (so gibt es etwa Heiligenviten, in denen erwähnt wird, daß der betreffende Heilige stets barfuß lief, wie z. B. in der ersten Hälfte des 20. Jh. der hl. Johannes von Shanghai). Ich laufe vielmehr deshalb barfuß, weil ich es seit jeher als sehr angenehm empfinde und dank des Forums auch weiß, daß ich damit keinem abartigen Gelüsten fröne (so ganz ohne jede Rükkendekkung komme ich eben doch nicht aus).</p>
</blockquote><p>Ich kam rein zufällig zum barfußlaufen, wegen ehemals gesundheitlicher Probleme. Klar ist das viel angenehmer als in Fußverpackungen, auch bei den jetzt sinkenden Temperaturen.</p>
<blockquote><p>Wie Du bin auch ich dafür, der Natur nach Möglichkeit ihren Lauf zu lassen. Mein Bücherregal füllt sich freilich auch, obwohl ich einen Fernseher besitze (ich schaue mir nur Nachrichtensendungen, Auslandsreportagen oder solche über soziale Themen, politische Sendungen sowie eine ganz bestimmte Endlosserie an).</p>
</blockquote><p>Einen Fernseher besitzen wir auch, ich selbst nutze ihn aber fast nicht. Falls es kurzzeitig für mich interessant sein könnte, ruft mich meine Partnerin schon.</p>
<blockquote><p>Für eine gute Argumentation bin ich immer offen, habe aber wie Du zuhauf die Erfahrung gemacht, daß das bein den meiste Zeitgenossen leider nicht der Fall ist und nur relativ wenige Menschen bereit sind, ihr eigenes Weltbild zu hinterfragen.</p>
</blockquote><p>Für diese &quot;meisten Zeitgenossen&quot; lasse ich einen Rest von &quot;Unberechenbarkeit&quot; im Raum schweben. Der Idealfall ist dann, als Beispiel, das der Nachbar die Sichtschutzhecke auf seinem Grund pflanzt, die ich eigentlich bei mir pflanzen wollte. Auf den nun frei gewordenen Platz setze ich meiner Partnerin schöne Blumen.</p>
<blockquote><blockquote><p>Krankenschwestern sensu stricto..., &gt;Liest sich ja so, als wärest Du während deines gesamten Krankenhausaufenthaltes aus Überzeugung durchgängig nackt gewesen...</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Nun würde mich noch interessieren, wo und wie Du lebst und wie alt Du bist.<br />
Barfüßige Spätsommergrüße,<br />
Markus U.</p>
</blockquote><p>Natürlich aus Überzeugung, es ging ja um meine Genesung. Ich schätze Krankenschwestern sehr, ich könnte selbst einen ähnlichen Pflegerjob nicht machen, weil mir die Fähigkeit fehlt, auf ständig wechselnde, gesundheitlich problembelastete Persönlichkeiten einzugehen. Ich habe dort einfach nicht die typische Patientenrolle gespielt, wollte schnell raus, meine Ruhe, auch um selbst auszuprobieren, wie ich schnell wieder auf die Beine komme. Morgens um 5 habe ich mir den Wecker gestellt und dann knapp eine Stunde gebraucht, bis ich vom Bad wieder im Bett war. Alleine dorthin und zurück zu kommen, war schwierig. Linkes Bein ging nicht, also nur mit dem rechten Bein. Auf die Ferse gestellt, Drehung nach rechts, dann mit dem Ballen Drehung nach links, dann wieder mit der Ferse, usw. Als dann der Zeitpunkt zum wecken kam, brauchten die dann nichts mehr machen, außer den Blutdruck zu messen und das Frühstück zu servieren.</p>
<p>Wo ich lebe, möchte ich (es ist ja ein offener, jedem zugänglichen Bereich, mit Mißbrauchsmöglichkeiten) hier nicht im Detail ausführen. In Hessen, ziemlich zentral, mit vermutlich demnächst Umzug vom städtischen in den ländlichen Bereich, wenn die Hausrenovierung vollendet ist. Privat leben wir sehr unspektakulär, ich habe keine speziellen Freizeitinteressen, außer &quot;Wohlfühlexperimenten&quot;, wozu das barfußlaufen gehört, daneben etwas Sport und ab und zu ein gutes Buch. Die Wohnungseinrichtung überlasse ich meiner Partnerin. Sie macht das gerne, micht interessiert es nicht, also sind die Rollen gut verteilt. Haushaltsarbeit teilen wir uns auf, was jeder eben am besten kann.</p>
<p>Barfüßige Herbstgrüße,<br />
A.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251324</link>
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<pubDate>Fri, 30 Sep 2005 17:40:14 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Anarchius</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Gerichtsverfahren wegen barfuß? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Markus,</p>
<p>vermutlich meinst Du mit dem Satz</p>
<p>&quot;Nackt durchs Einkaufscenter zu wandeln dürfte die Polizei auf den Plan rufen und eine Ahndung nach § 118 OwiG (und vermutlich auch ein Hausverbot im Einkaufscenter) nach sich ziehen, während Barfußlaufen in der Öffentlichkeit nichts Ordnungswidriges oder Anstößiges ist (außer für meine Schwester). &quot;</p>
<p>daß für Deine Schwester das Barfußlaufen anstößig ist (und nicht ordnungswidrig und anstößig). Ich bin zwar kein Jurist, aber ich vermute doch stark, daß das, was ordnungswidrig ist, in irgendwelchen Gesetzbüchern steht. Und dann ist es in dem entsprechenden Geltungsbereich grundsätzlich ordnungswidrig - und nicht etwa für den einen Menschen, für den anderen nicht.</p>
<p>Was anstößig ist und was nicht, das dürfte subjektiv sein. Prinzipiell kann man etwas auch als &quot;nicht anstößig&quot; finden, was aber ordnungswidrig ist, etwa das Überfahren einer roten Ampel, wenn alles übersichtlich ist und weit und breit kein anderer Verkehrsteilnehmer in der Nähe ist. Es gibt sicher Leute, die zwar nichts gegen Barfußlaufen an sich haben, es aber an bestimmten Orten (z.B. Kirchen) anstößig finden. Andere machen es von Jahreszeit oder Temperatur abhängig. Dann gibt es Leute, die es anstößig finden, wenn Männer barfuß laufen, nicht aber, wenn Frauen das tun. Und es gibt Leute, die das Barfußlaufen bei Leuten mit guter Figur schön finden, jedoch anstößig, wenn ein Barfüßer dick ist, eine blasse Haut hat oder verstümmelt ist.</p>
<p>Was Polizeikontrollen anbelangt: Sowohl in Deutschland, als auch in der Schweiz bin ich schon häufiger kontrolliert worden, nicht nur wenn ich barfuß war oder sonst wie leicht gekleidet war. Selbst wenn ich bezüglich Kleidung mich von der Masse nicht unterschied (und mich auch sonst nicht gegen Gesetze verstieß), habe ich mehr Ärger mit der Polizei als andere. Vielleicht ist es mein etwas gebückter Gang oder die Tatsache, daß ich eher mager als übergewichtig bin. Oder die Tatsache, daß ich kein Auto besitze. Oder ich habe äußerlich Ähnlichkeit mit irgendwelchen Verbrechern. Vermutlich werde ich es nie erfahren. Einsperren oder mit einer Geldbuße belegen darf mich die Polizei jedenfalls nicht, wenn ich barfuß oder/und in kurzen Hosen unterwegs bin, nicht einmal bei -30°C. Erst wenn ich völlig nackt herumlaufe, kann man mich in Deutschland wegen § 118 OwiG und in der Schweiz wegen eines analogen Gesetzes belangen. Oder wäre der Fall denkbar, daß irgendwelche Privatpersonen sich derart daran stören, daß sie Gerichte einschalten und der Richter &quot;Um des lieben Friedens Willen&quot; mir das Barfußlaufen verbietet?</p>
<p>Oder könnte man mich wegen Provokation belangen? Dann müßte man mir aber nachweisen, daß ich deswegen (und NUR deswegen) barfuß laufe, um Polizisten und andere Leute damit zu ärgern? Dann könnte ja theoretisch auch Deine Schwester wegen Deiner Barfüßigkeit Gerichte einschalten. Aber so weit geht der Haß wohl doch wieder nicht.</p>
<p>Schöne Grüße</p>
<p>Michael aus Zofingen</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251311</link>
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<pubDate>Thu, 29 Sep 2005 15:40:17 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Michael aus Zofingen</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hallo Markus,<br />
Das ist ja ein Riesenthread geworden <img src="https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/images/smilies/smile.png" alt=":-)" /> Tja das mit deiner Schwester löst Du am Besten wie von Eva vorgeschlagen: Gras drüber wachsen lassen und dann versuchen das Ganze humorvoll zu beleuchten. Wenn ich mich recht erinnere bist Du bei Besuchen bei deiner Familie nie barfuß gewesen und daher war deine Schwester vermutlich &quot;schockiert&quot; darüber daß Ihr Bruder in der Öffentlichkeit barfuß geht da sie es nicht kennt und nicht erwartet hat. Das sie selbst in der Wohnung barfuß ist impliziert ja nicht daß es überall akzeptiert wird. Schließlich sind FKKler ja auch nur auf Ihrem FKK-Gelände nackt und nicht in der City wenn sie einkaufen gehen. Sicher gibt es da auch welche die auch das versuchen (hatten wir ja auch schon mal als Thema) aber akzeptiert wird es in der Öffentlichkeit noch bei weitem nicht. Aber da haben wir es als &quot;Fußnudisten&quot; ja um einiges einfacher zumindest in der warmen Jahreszeit...<br />
Barfüßige Grüße<br />
Rainer</p>
</blockquote><p>Hi Rainer!</p>
<p>Es ist tatsächlich so, daß ich bei meiner Schwester nicht barfuß auftauche (als sie noch in der Nachbarschaft wohnte, habe ich das mal gemacht; da hat sie gemekkert, ich trüge Dreck auf ihren Teppichboden), aber &quot;bei sich&quot; bestimmt sie nun mal die Regeln, und seit sie in einer Gegend wohnt, in die ich mich aus keinem anderen Anlaß als zu einem gezielten Besuch bei ihr begebe, laufen wir uns fast nie zufällig über den Weg, und sogar bei unseren Eltern (bei denen ich in der Regel auch nicht barfuß aufkreuze) treffe ich eher selten mit ihr zusammen. Insofern war das wirklich schokkierend für sie (sie ist ohnehin von ganz anderem Wesen als ich).<br />
Dein Vergleich mit FKK trifft freilich in einem entscheidenden Punkte nicht zu: Nackt durchs Einkaufscenter zu wandeln dürfte die Polizei auf den Plan rufen und eine Ahndung nach § 118 OwiG (und vermutlich auch ein Hausverbot im Einkaufscenter) nach sich ziehen, während Barfußlaufen in der Öffentlichkeit nichts Ordnungswidriges oder Anstößiges ist (außer für meine Schwester). Die Schutzpolizei hat sich bisher auch noch nie für meine nackten Füße interessiert, wenn sie mal meinen Weg kreuzte (und es hat sie auch noch nie jemand eigens deswegen herbeigerufen, während das Michael aus Zofingen auch in Deutschland schon passiert ist).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251309</link>
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<pubDate>Thu, 29 Sep 2005 11:40:49 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Markus U.</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Markus,</p>
<p>Das ist ja ein Riesenthread geworden <img src="https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/images/smilies/smile.png" alt=":-)" /> Tja das mit deiner Schwester löst Du am Besten wie von Eva vorgeschlagen: Gras drüber wachsen lassen und dann versuchen das Ganze humorvoll zu beleuchten. Wenn ich mich recht erinnere bist Du bei Besuchen bei deiner Familie nie barfuß gewesen und daher war deine Schwester vermutlich &quot;schockiert&quot; darüber daß Ihr Bruder in der Öffentlichkeit barfuß geht da sie es nicht kennt und nicht erwartet hat. Das sie selbst in der Wohnung barfuß ist impliziert ja nicht daß es überall akzeptiert wird. Schließlich sind FKKler ja auch nur auf Ihrem FKK-Gelände nackt und nicht in der City wenn sie einkaufen gehen. Sicher gibt es da auch welche die auch das versuchen (hatten wir ja auch schon mal als Thema) aber akzeptiert wird es in der Öffentlichkeit noch bei weitem nicht. Aber da haben wir es als &quot;Fußnudisten&quot; ja um einiges einfacher zumindest in der warmen Jahreszeit...</p>
<p>Barfüßige Grüße<br />
Rainer</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251305</link>
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<pubDate>Thu, 29 Sep 2005 11:01:35 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>RainerL</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Marcus,</p>
<p>ich glaube, dass dein Problem mit deiner Schwester in das<br />
Fachgebiet der Familien-Psychologie gehört. Wie Michael aus Zofingen muß ich schließen, dass du deine Schwester seit Jahren (!!) nicht mehr gesehen hast, denn sonst wüßte sie von deinen Füßen. Ihre Reaktion zeigt, dass sie ein Problem hat -- dessen Ursache in der Erziehung -- im Elternhaus liegt. Meine Vermutung: Du hast dich aus einem autoritären patriachalischen Elternhaus herauskatapultiert, wobei dein eigenes Barfußlaufen vielleicht <strong>Teil</strong> einer unterbewußten Psychotherapie ist. Sich von den Eltern und ihren &quot;konservativen&quot; Ansichten irgendwie abgrenzen. Und das auch öffentlich zeigen.</p>
<p>Deine Schwester hat diese Phase nicht mitgemacht. (Töchter gehen häufig mehr nach dem Vater, Söhne sind genetisch zu 70% Muttersöhnchen). Da treffen dann entgegengesetze Welten aufeinander.</p>
<p>Ich glaube auch nicht, dass du die &quot;Ansichten&quot; deiner Schwester wesentlich ändern kannst. Ich glaube nämlich nicht an den sogenannten &quot;freien Willen&quot; des Menschen.</p>
<p>Wenn es sowas wie Erbsünde gibt, so bekommt jeder seine eigene im &quot;Elternhaus&quot; verpaßt (Prägung). Einerseits stellts du deine Eltern (konservativ autoritär) in Frage, andererseits suchst du neue Autoritäten in der Welt der Religionen, denen du dann &quot;bedingungslos&quot; folgen kannst und willst. Dort mußt du dann sogar wieder auf barfußlaufen verzichten! (bedingungsloser Gehorsam -- wie im strengen Elternhaus).</p>
<p>Resumee meines unreifen Geschwätzes: Viele Probleme werden schon in die Wiege und die frühe Kindheit gelegt. Und Bruder und Schwester können sich später sehr fremd werden.</p>
<p>Optimistische Grüße,</p>
<p>Eugen</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251289</link>
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<pubDate>Wed, 28 Sep 2005 16:57:33 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Eugen</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Jedes Ding hat (mindestens) zwei Seiten (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hallo Markus,</p>
</blockquote><p>Du läufst ja schon seit etlichen Jahren barfuß, und soweit ich richtig orientiert bin, wohnt Deine Schwester nicht hunderte von Kilometern von Dir entfernt. Daher überrascht mich, daß Du ihr erst jetzt zufällig einmal barfuß begegnetest.</p>
<p>Wie ich in diesem Forum mitbekommen habe, sind meistens Familienangehörige diejenigen, sie am meisten Probleme damit haben, wenn es barfuß unterwegs ist. Überrascht das?</p>
<p>Wildfremde Menschen, zu denen man keinerlei Beziehungen hat, weder als Verwandter, als Arbeitskollege, Kunde usw. können einen meiden, ohne daß es stört.</p>
<p>Und bei Verwandten? Da muß man unterscheiden: Ist man von denen abhängig? Eltern fühlen sich in der Familienhierarchie höher als ihre Kinder. Anfangs sind die Kinder wirklich von den Eltern abhängig, bis zum 18. Lebensjahr sogar per Gesetz. Und danach? Wohnt man als Student noch bei den Eltern und zwar mietfrei oder bei zumindest reduzierter Miete? Und wenn man außerhalb studiert: Bekommt man noch einen Scheck von den Eltern? Wäscht die Mutter nicht ab und zu die dreckige Wäsche? Irgendwie haben die Eltern doch was für die Kinder getan, und in irgendeiner Form ist man auch moralisch verpflichtet, den Eltern zu helfen, wenn sie im Alter nicht mehr weiterkommen, in welcher Form auch immer. Man kann an dieser Stelle nicht pauschal sagen, inwieweit man sich bezüglich Barfußlaufen an die Eltern anpassen muß. Das muß jeder selber entscheiden. Ich würde keinen als &quot;Muttersöhnchen&quot; beschimpfen, nur weil er bei gemeinsamen Unternehmungen mit den Eltern ausnahmsweise Schuhe trägt (egal ob unter Zwang oder aus Angst, was die Leute darüber denken). Ich würde aber auch niemandem einen Vorwurf machen, wenn er auf seine Barfüßigkeit besteht und es zum Bruch in der Familie. Solange man selber nicht die Verhältnisse in der anderen Familie kennt, sollte man sich raushalten.</p>
<p>Bei Geschwistern sieht es meist anders aus. In den seltensten Fällen (jedoch nicht immer) ist man von denen nicht finanziell abhängig, andererseits fühlt man sich auch nicht für die verantwortlich. Bei denen ist es also egal, was die von einem denken, wenn man barfuß läuft. Was anderes ist es, wenn man von Geschwistern Geld geliehen hat und die Gefahr besteht, daß das Geld vorzeitig zurückgefordert wird (oder in Zukunft man nichts mehr leihen kann). Oder wenn man den Geschwistern selber Geld gegeben hat, wird die Gefahr größer, daß sie irgendwelche Ausreden erfinden, warum sie das Geld nicht mehr zurückbezahlen können, wenn man barfuß läuft. Aufgrund der wenigen Angaben, die Du über Deine Schwester gemacht hast, gehe ich davon aus, daß sie dazu neigt, das Geld mit vollen Händen auszugeben und deshalb für Dich keines mehr übrig hätte, wenn Du es benötigst. Andererseits glaube ich aber auch nicht, daß Du das Geld, was Du wegen Barfußlaufen an Schuhen und Socken eingespart hast, leihweise an Deine Schwester gegeben hast. Ich habe keine Schwester, sondern nur einen Bruder, zu dem ich aber kaum noch Kontakt habe, aber nicht wegen barfuß. Wir sind einfach auseinander gegangen, ohne Streit, ohne alles. Hat sich einfach so ergeben.</p>
<p>In anderen Beiträgen fiel das Wort &quot;peinlich&quot; öfters. Eigentlich darf ja nur das peinlich sein, wenn man dabei erwischt wird, was verboten ist. Aber in der Praxis kann ALLES peinlich sein. Barfußlaufen ist zweifellos nicht verboten, wieso ist es denn anderen peinlich? Bricht DENEN denn ein Zacken aus der Krone? Doch höchstens dann, wenn sie selber keine weiße Weste haben oder ein schlechtes Gewissen. Oder wenn sie ihrerseits von Leuten abhängig sind, für die letzteres gilt. Ein Motorradfahrer, der über 0,5 Promille hat, hätte &quot;gute&quot; Gründe sich zu weigern, einen Barfüßer auf dem Sozius mitzunehmen. Durch die Barfüßigkeit des Beifahrers fällt man der Polizei mehr auf, die Wahrscheinlichkeit, daß der Fahrer (auch wenn er Schuhe trägt) ins Röhrchen pusten muß, wird größer, und schon ist der Lappen weg. Einem nüchternen Motorradfahrer bräuchte es nicht peinlich sein, ihn könnte man nämlich nicht belangen. (Ich würde es allerdings verstehen, wenn ein Motorradfahrer aus Sicherheitsgründen nur beschuhte Beifahrer mitnimmt, barfuß auf dem Motorrad ist auch als Beifahrer nicht ganz ungefährlich).</p>
<p>Manchmal können aber auch Leute, die nichts gegen Barfußlaufen haben, in peinliche Situationen geraten, etwa dann, wenn ein Mensch mit einem Vorgesetzten oder Kunden geschäftlich unterwegs ist. Wenn dann zufällig ein barfüßiger Bekannter des Menschen der Gruppe begegnet und einfach nur &quot;Guten Tag&quot; sagt, kann dieses dazu führen, daß ein Geschäft nicht zustande kommt oder eine Gehaltserhöhung ausbleibt. Oder zumindest glaubt man daß die barfüßige Begegnung der Grund war, beweisen kann man es nicht.</p>
<p>Ein &quot;echter Spießer&quot; zeichnet sich wohl dadurch aus, daß ihm ALLES peinlich ist, speziell auf Fotografien fürs Familienalbum: Die Familie in bestem Zeug im eigenen Garten: Und wehe, man sieht darauf den barfüßigen Nachbarn, zu allem Übel auch noch in kurzen Hosen, beim Rasenmähen! Oder das Unkraut im eigenen oder Nachbars Garten! Oder irgendwo abblätternde Farbe. Oder die schiefsitzende Krawatte des Schwiegersohnes.<br />
Foto einer Hochzeitsgesellschaft vor dem Portal der Kirche. Aber wieso sieht man auf dem Foto auch einen Barfüßer mit Hund? Oder den Penner am Eingang? Oder die Straßenbahn im Hintergrund? Diese &quot;Schönheitsfehler&quot; bleiben für alle Ewigkeit auf Celluloid gebannt.</p>
<p>PEINLICH! OBERPEINLICH! MEGAPEINLICH!</p>
<p>Vielleicht erleben wir es ja auch noch, daß der Schuh eine ähnliche &quot;Karriere&quot; macht wie bisher der Hut. Früher war es ja auch peinlich, wenn man sich ohne Hut in die Öffentlichkeit wagte. Und heute? Zumindest als Autofahrer wird man mit Hut verspottet.</p>
<p>Mit nichtspöttischen Grüßen</p>
<p>Michael aus Zofingen</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251276</link>
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<pubDate>Wed, 28 Sep 2005 06:00:04 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Michael aus Zofingen</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Anarchius!</p>
<blockquote><p>Hallo Markus,<br />
Ich hatte als Kind ein sehr konservatives Umfeld, wo genau darauf geachtet wurde, &quot;was die Leute sagen&quot;. Da kam mir aber schon zeitig die Galle hoch und ich habe mich dem sehr schnell (schon im Kindergarten) entgegen gestellt, was mich im Laufe der vielen folgenden Jahre einige Sympathien gekostet hat. Ich hätte mich auch anpassen können, dann hätte ich jetzt zwar jede Menge &quot;Freunde&quot;, aber ich wäre nicht mehr &quot;ich&quot;. Im nachhinein finde ich mein Verhalten völlig richtig. Als Naturwissenschaftler, wenn auch jetzt in anderer beruflicher Aktivität, sehe ich das menschliche Verhalten sehr nüchtern. In den Industrienationen eine nicht mehr das eigene Verhalten reflektierende Masse mit dem Streben nach immer mehr Wachstum = Anpassung, Reichtum und Bequemlichkeit. Ich mag mich dem nicht einordnen, das Leben hätte für mich dann keine Qualität mehr. Lieber entwickle ich eigene Interessen, probiere einfach aus und bin so ENDLICH... auch beim Barfußlaufen gelandet. Und ich weiss: Das bleibt! Es freut mich immer sehr, wenn ich durch den Verzicht auf Etwas, positiven Nutzen ziehen kann, aber es sollte schon im Einklang mit der Natur sein. Zum Beispiel auch der Verzicht auf den Fernseher und schon füllt sich das Bücherregal. Deine Schwester wird sicher sehr viel mehr darauf achten, &quot;nicht aus der Rolle zu fallen&quot;, sonst hätte sie so nicht reagiert. Eigentlich sollte man mit geschickter Argumentation Leute überzeugen können. Ich weiß leider aus eigener Erfahrung, daß das eine sehr unrealistische Einschätzung ist.</p>
</blockquote><p>Da haben wir ja beide eine ähnliche Entwicklung mitgemacht, denn auch ich hatte als Kind ein sehr konservatives Umfeld (meine Eltern sowie meine Schwester sind immer noch sehr konservativ), dessen Ansichten ich schon als Kind kritisch hinterfragt habe, und bis heute bin ich Autoritäten gegenüber sehr skeptisch: wenn ich sie aus echter Überzeugung anerkennen kann (was bei religiösen Autoritäten, freilich nur solchen meiner eigenen Religion, der Fall ist), kann ich ihnen bedingungslos folgen, weil ich sie als glaubwürdig befunden habe und ihnen daher vertraue, während ich alle anderen sehr skeptisch hinterfrage, weil ich da meist Machtstreben und Beherrschungstendenzen, welche mir widerstreben, spüre.<br />
Daß ich nicht mehr &quot;ich selbst&quot; wäre, wenn ich mich einfach den (oft unausgesprochenen, aber gleichwohl deutlich spürbaren) Erwartungen meiner Mitmenschen anpaßte, habe ich auch immer so empfunden, denn was macht das eigene Selbst aus, wenn nicht die Unterscheidung? Zum Barfußlaufen bin ich freilich nicht deswegen gekommen, denn ich weiß ja oder konnte mir zumindest denken, daß dies kein &quot;Alleinstellungsmerkmal&quot; ist (so gibt es etwa Heiligenviten, in denen erwähnt wird, daß der betreffende Heilige stets barfuß lief, wie z. B. in der ersten Hälfte des 20. Jh. der hl. Johannes von Shanghai). Ich laufe vielmehr deshalb barfuß, weil ich es seit jeher als sehr angenehm empfinde und dank des Forums auch weiß, daß ich damit keinem abartigen Gelüsten fröne (so ganz ohne jede Rükkendekkung komme ich eben doch nicht aus). Wie Du bin auch ich dafür, der Natur nach Möglichkeit ihren Lauf zu lassen. Mein Bücherregal füllt sich freilich auch, obwohl ich einen Fernseher besitze (ich schaue mir nur Nachrichtensendungen, Auslandsreportagen oder solche über soziale Themen, politische Sendungen sowie eine ganz bestimmte Endlosserie an). Für eine gute Argumentation bin ich immer offen, habe aber wie Du zuhauf die Erfahrung gemacht, daß das bein den meiste Zeitgenossen leider nicht der Fall ist und nur relativ wenige Menschen bereit sind, ihr eigenes Weltbild zu hinterfragen.</p>
<blockquote><p>Krankenschwestern sensu stricto..., kenne ich persönlich keine, hatte aber einmalig einige Tage mit zweien oberflächlich zu tun. Erster Tag OP im Krankenhaus, am zweiten Tag rupft mir der Stationsarzt den Verband runter, damit Luft dran kommt und die Wunde schneller heilt. Ich lag dann also vier Tage in meinem Einzimmer-Luxusdomizil, ohne Klamotten, weitestgehend ohne Kontakt zur Außenwelt und die Schwestern kamen mehrfach mit der Frage &quot;Wollen Sie sich nicht was anziehen? Sollen wir Ihnen was von uns geben?&quot; Ich hatte kein Interesse zu diskutieren, da der Ausgang der OP durchaus über Leben und Tod hätte entscheiden können und ich mich erstmal wieder psychisch festigen wollte. Ich hatte den Eindruck, sie waren froh, als ich weg war, obwohl ich als Patient völlig pflegeleicht war, immer freundlich, brav alles aufgegessen habe und keinerlei Wünsche hatte. Ich bin dann, noch beschuht, im Schneematsch zu meinem Auto gehumpelt, nach Hause gefahren und fühle mich mittlerweile fitter denn je. Mit meiner Partnerin geht das zum Glück alles sehr gut klar. Da ist zwar ab und zu eine gewisse Aufregung, wenn ich wieder etwas Neues in unser Leben einbringe, aber das wird dann schnell zur positiv gelebten Normalität, wenn die Idee gut war.<br />
Viele Grüße,<br />
A.</p>
</blockquote><p>Liest sich ja so, als wärest Du während deines gesamten Krankenhausaufenthaltes aus Überzeugung durchgängig nackt gewesen...<br />
Nun würde mich noch interessieren, wo und wie Du lebst und wie alt Du bist.</p>
<p>Barfüßige Spätsommergrüße,<br />
Markus U.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251274</link>
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<pubDate>Tue, 27 Sep 2005 22:16:15 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Markus U.</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer peinlich wenn jemand plötzlich sich ändert wenn mann merkt dass mann barfuss ist, noch trauriger in der eigene Familie; das ist mir leider auch schon vorkommen. In solche Fälle habe ich es einfach durchgesetst. Grüsse aus Franckreich. Luc</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251258</link>
<guid>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251258</guid>
<pubDate>Tue, 27 Sep 2005 15:21:23 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Luc</dc:creator>
</item>
<item>
<title>und? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Berni</p>
<blockquote><p>Warum mußt du dich rechtfertigen vor deinen Nachbarn? Meine Nachbarn interessiert das 1. nicht und zum 2. wenn doch, wäre mir das auch sowas von sch...egal! (und wir haben 2 Autos, nur so als Hinweis ...)</p>
</blockquote><p>Ich rechtfertige mich doch gar nicht vor irgendwelchen Nachbarn. Ich hatte doch deutlich zu machen versucht, dass das gar nicht nötig ist, weil die vermutlich Intelligent genug sein dürften. Und wenn nicht, dann ist das deren Problem.</p>
<p>Viele Grüße</p>
<p>Ulrich</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251243</link>
<guid>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251243</guid>
<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 20:46:05 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Ulrich (Berlin)</dc:creator>
</item>
<item>
<title>.. wenig Probleme ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hallo Markus,<br />
Ich habe bisher den Hut vor deiner Partnerin gezogen, die toleriert hat, was eigentlich natürlich sein sollte, nämlich einfach zu gehen, ohne irgendwelche Hilfsmittel, welche auch immer, aber bleib deiner Linie treu, wenn auch die ein ode andere Person mit ihrer Meinung nicht ins Schwarze trifft.<br />
Meine Meinung ist nach wie vor, daß die Meinungen anderer mich in dieser Hinsicht nicht zu interressieren brauchen. Fertich.<br />
Gruß Berni(N)</p>
</blockquote><p>Hi Berni,</p>
<p>meine Partnerin toleriert immer noch, daß ich sommers wie winters draußen barfuß laufe, da hat sich nix dran geändert.</p>
<p>Barfüßige Spätsommergrüße,<br />
Markus U.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 20:12:20 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Markus U.</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Ulrich!</p>
<blockquote><p>Ein Grund, warum deine Schwester so reagiert, könnte auch darin bestehen, dass es ihr peinlich ist. Das ist leider bei meiner Mutter ganz genauso. Wenn wir zusammen unterwegs sind, was selten vorkommt, da sie kaum aus dem Haus geht, legt sie größten Wert darauf, dass ich Schuhe trage, weil sie meint die Leute müssten denken, dass wir kein Geld für Schuhe hätten. Ich dagegen halte die Nachbarschaft für Intelligent genug, um sich zu denken: &quot;Wer sich ein Auto leisten kann, müsste auch Geld für Schuhe übrig haben.&quot;<br />
Meiner Mutter ist meine Barfüßigkeit jedenfalls hochgradig peinlich, worauf sie mich auch immer wieder aufmerksam macht. Dass es gesundheitliche Vorteile bringt, sieht sie auch nicht ein. Sie findet es verrückt, und sie schämt sich deshalb gegenüber unseren Bekannten.<br />
Trotz allem käme aber ein Abbruch des Kontaktes für mich nie in Frage, da sie auf mich angewiesen ist, und sie schließlich meine Mutter ist.<br />
Tja Markus, ich könnte mir vorstellen, dass es bei deiner Schwester ähnliche Gedanken gibt.<br />
Viele Grüße<br />
Ulrich</p>
</blockquote><p>Es ist so, wie Du scheibst. Was meine Mutter betrifft, so läuft sie bei sich zu Hause auch barfuß, &quot;weil das gesund ist&quot;, aber draußen barfuß zu laufen, findet sie ebenso wie auch mein Vater und meine Schwester verrückt, und sie sagen, sie schämten sich meiner, wenn ich so gesehen und mit ihnen in Verbindung gebracht würde. Wenn ich ihre Argumentation in einem geeigneten Augenblick kritisch hinterfrage (hatte bezüglich des aktuellen Anlasses noch keine Gelegenheit, kann man aber anhand vergleichbarer Situationen ohne weiteres übertragen), bekomme ich die erstaunliche Antwort, daß SIE SELBST ja mit meiner Lebensweise keine Probleme hätten, das Problem sei eben, was DIE LEUTE dächten... Also da komme ich einfach nicht mehr mit.</p>
<p>Kopfschüttelnde Barfußgrüße,<br />
Markus U.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 19:55:46 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Markus U.</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Gerhard!</p>
<blockquote><p>Vergiss nicht:<br />
Deine Eltern haben Dich auch barfuß kennengelernt. (Würd mich wundern wenn´s nicht so wäre)<br />
Gerhard</p>
</blockquote><p>Ich dachte mir schon, daß dieser Einwand kommen würde, aber da war&#039;s schon zu spät und der Text bereits im Forum <img src="https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/images/smilies/wink.png" alt=";-)" /></p>
<p>Natürlich haben meine Eltern mich barfuß kennengelernt (an meine Schwester dachte damals noch keiner), aber schon kurz nach meiner Geburt wurden meine Füße in diese albernen Strampelsöckchen gesteckt und in den folgenden Jahrzehnten unternahmen meine Eltern alles, um mich zum &quot;braven&quot; Schuhträger zu konditionieren. Sie hatten dabei auch gewissen Erfolg; doch unterliefen ihnen zwei entscheidende &quot;Pannen&quot;: Sie scafften es nicht, eine grundlegende Sehnsucht nach dem barfüßigen Urzustand der Erdverbundenheit auszurotten (oder sollte ich, wie Tiziana es ausdrükken würde, einfach eine &quot;barfüßige Seele&quot; haben?), und nach der Entdekkung dieses Forums brach diese Sehnsucht sich auch äußerlich sichtbar ihre Bahn. Ich fühle mich besser dabei, und was &quot;die Leute&quot; denken, war mir, anders als meinen Eltern und auch meiner Schwester, schon als Kind ziemlich egal, weil die Leute, je nachdem sie wohlwollend oder bösartig eingestellt sind, ohnehin denken, was sie wollen.</p>
<p>Barfüßige Spätsommergrüße ins schöne München (bin bald auch wieder dort),<br />
Markus U.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 19:42:38 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Markus U.</dc:creator>
</item>
<item>
<title>und? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>...<br />
Da wird wohl, wie ich vermute, niemand ernsthaft annehmen, dass ich mir keine Schuhe leisten könnte. Das heißt aber keineswegs, dass Leute, die kein Auto besitzen vielleicht tatsächlich aus Armut barfuß gehen. Im Gegenteil, die sparen ja das Geld, das ein Auto kostet. So gesehen könnte man mich natürlich auch verdächtigen, dass bei den hohen Kosten, die ein Auto verursacht, bei mir kein Geld mehr für Schuhe übrigbleibt. Ganz so Pleite bin ich aber doch nicht. <img src="https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/images/smilies/smile.png" alt=":-)" /><br />
...</p>
<p>Warum mußt du dich rechtfertigen vor deinen Nachbarn? Meine Nachbarn interessiert das 1. nicht und zum 2. wenn doch, wäre mir das auch sowas von sch...egal! (und wir haben 2 Autos, nur so als Hinweis ...)</p>
<p>Gruß Berni(N)</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251234</link>
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<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 19:25:44 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Berni (N)</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Meine Schwester ist von Beruf Krankenschwester, aber dieser Umstand ist der Akzeptanz anscheinend nicht förderlich. Den Kontakt zu ihr möchte ich nicht aufgeben (dazu ist mir die Angelegenheit letztlich zu geringfügig), aber ich meine, daß sie sich nicht so haben soll, und wie ich rumlaufe, ist ausschließlich meine Sache.<br />
Kritisch hinerfragende, aber letztlich in der Sache unbeirrte Barfußgrüße,<br />
Markus U.</p>
</blockquote><p>Hallo Markus,</p>
<p>Ich hatte als Kind ein sehr konservatives Umfeld, wo genau darauf geachtet wurde, &quot;was die Leute sagen&quot;. Da kam mir aber schon zeitig die Galle hoch und ich habe mich dem sehr schnell (schon im Kindergarten) entgegen gestellt, was mich im Laufe der vielen folgenden Jahre einige Sympathien gekostet hat. Ich hätte mich auch anpassen können, dann hätte ich jetzt zwar jede Menge &quot;Freunde&quot;, aber ich wäre nicht mehr &quot;ich&quot;. Im nachhinein finde ich mein Verhalten völlig richtig. Als Naturwissenschaftler, wenn auch jetzt in anderer beruflicher Aktivität, sehe ich das menschliche Verhalten sehr nüchtern. In den Industrienationen eine nicht mehr das eigene Verhalten reflektierende Masse mit dem Streben nach immer mehr Wachstum = Anpassung, Reichtum und Bequemlichkeit. Ich mag mich dem nicht einordnen, das Leben hätte für mich dann keine Qualität mehr. Lieber entwickle ich eigene Interessen, probiere einfach aus und bin so ENDLICH... auch beim Barfußlaufen gelandet. Und ich weiss: Das bleibt! Es freut mich immer sehr, wenn ich durch den Verzicht auf Etwas, positiven Nutzen ziehen kann, aber es sollte schon im Einklang mit der Natur sein. Zum Beispiel auch der Verzicht auf den Fernseher und schon füllt sich das Bücherregal. Deine Schwester wird sicher sehr viel mehr darauf achten, &quot;nicht aus der Rolle zu fallen&quot;, sonst hätte sie so nicht reagiert. Eigentlich sollte man mit geschickter Argumentation Leute überzeugen können. Ich weiß leider aus eigener Erfahrung, daß das eine sehr unrealistische Einschätzung ist.</p>
<p>Krankenschwestern sensu stricto..., kenne ich persönlich keine, hatte aber einmalig einige Tage mit zweien oberflächlich zu tun. Erster Tag OP im Krankenhaus, am zweiten Tag rupft mir der Stationsarzt den Verband runter, damit Luft dran kommt und die Wunde schneller heilt. Ich lag dann also vier Tage in meinem Einzimmer-Luxusdomizil, ohne Klamotten, weitestgehend ohne Kontakt zur Außenwelt und die Schwestern kamen mehrfach mit der Frage &quot;Wollen Sie sich nicht was anziehen? Sollen wir Ihnen was von uns geben?&quot; Ich hatte kein Interesse zu diskutieren, da der Ausgang der OP durchaus über Leben und Tod hätte entscheiden können und ich mich erstmal wieder psychisch festigen wollte. Ich hatte den Eindruck, sie waren froh, als ich weg war, obwohl ich als Patient völlig pflegeleicht war, immer freundlich, brav alles aufgegessen habe und keinerlei Wünsche hatte. Ich bin dann, noch beschuht, im Schneematsch zu meinem Auto gehumpelt, nach Hause gefahren und fühle mich mittlerweile fitter denn je. Mit meiner Partnerin geht das zum Glück alles sehr gut klar. Da ist zwar ab und zu eine gewisse Aufregung, wenn ich wieder etwas Neues in unser Leben einbringe, aber das wird dann schnell zur positiv gelebten Normalität, wenn die Idee gut war.</p>
<p>Viele Grüße,<br />
A.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251231</link>
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<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 17:20:50 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Anarchius</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo</p>
<blockquote><p>Ich glaube ich hätte mir ein laut gerufenes: &quot;Schwesterchen, wartest Du auf mich oder ist es Dir peinlich, daß ich barfuß hier bin?&quot; nicht verkneifen können.<br />
Die Blicke wären erst zu Dir gewandert (Ich denke, damit kannst Du umgehen.)<br />
und dann Deiner Blickrichtung gefolgt zu einem knallroten Kopf...</p>
</blockquote><p>Das wäre zwar sicher lustig geworden, ich glaube aber kaum, dass ein solcher Konfrontationskurs für die geschwisterliche Beziehung vorteilhaft gewesen wäre.</p>
<p>Viele Grüße</p>
<p>Ulrich</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 16:40:31 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Ulrich (Berlin)</dc:creator>
</item>
<item>
<title>18.09.05 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Vesa Local</p>
<blockquote><p>Und für mich war es Premiere, dieser Bürgerpflicht in - wenigstens dem Wetter nach - angemessener Fußbekleidung nachzukommen.</p>
</blockquote><p>Das freut mich für dich.</p>
<blockquote><blockquote><p>Da sie auf meinen Fahrdienst zum Wahllokal angewiesen war, konnte ich auch schlecht zu einem anderen Zeitpunkt wählen.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Die berühmte Frage, die ich da gestellt hätte lautet: &quot;Wer will was von wem?&quot;</p>
</blockquote><p>Da gebe ich dir im Prinzip Recht, möchte aber nochmals betonen, dass es sich um meine Mutter handelt. Ich weiß ja nicht, was Du für ein Verhältnis zu deiner Mutter hast, aber wenn meine mich um etwas bittet, pflege ich nach Möglichkeit diesen Wunsch zu erfüllen. Sie ist alt und schwach und auf meine Hilfe angewiesen. Unter diesen Umständen kann und will ich nicht einfach sagen: &quot;Dann sieh doch zu!&quot;, auch wenn wir manchmal unterschiedlicher Meinung sind. Außerdem halte ich das Tragen von Schuhen für zehn Minuten nicht für unzumutbar.</p>
<blockquote><p>Sorry, aber es gibt gewisse Situationen, in denen ich absolut kompromißlos bin!</p>
</blockquote><p>Aha!</p>
<p>Viele Grüße</p>
<p>Ulrich</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251226</link>
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<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 16:36:12 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Ulrich (Berlin)</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Michael</p>
<blockquote><blockquote><p>Ich dagegen halte die Nachbarschaft für Intelligent genug, um sich zu denken: &quot;Wer sich ein Auto leisten kann, müsste auch Geld für Schuhe übrig haben.&quot;</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
und was machen diejenigen, die kein Auto haben, wie ich? Da müssen wohl die Nachbarn tatsächlich denken, ich hätte kein Geld. Ja und was ist nun daran wiederum peinlich?</p>
</blockquote><p>Ich habe nie behauptet, dass es peinlich sein müsse barfuß zu sein, wenn man kein Auto besitzt! Einen solchen Umkehrschluss aus meiner Aussage zu ziehen, halte ich für sehr unfair! Ich ging lediglich von MEINER Person aus, und ich habe nun mal ein Auto. Da wird wohl, wie ich vermute, niemand ernsthaft annehmen, dass ich mir keine Schuhe leisten könnte. Das heißt aber keineswegs, dass Leute, die kein Auto besitzen vielleicht tatsächlich aus Armut barfuß gehen. Im Gegenteil, die sparen ja das Geld, das ein Auto kostet. So gesehen könnte man mich natürlich auch verdächtigen, dass bei den hohen Kosten, die ein Auto verursacht, bei mir kein Geld mehr für Schuhe übrigbleibt. Ganz so Pleite bin ich aber doch nicht. <img src="https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/images/smilies/smile.png" alt=":-)" /></p>
<p>Viele Grüße</p>
<p>Ulrich</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 16:22:50 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Ulrich (Berlin)</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Vergiss nicht:</p>
<p>Deine Eltern haben Dich auch barfuß kennengelernt. (Würd mich wundern wenn´s nicht so wäre)</p>
<p>Gerhard</p>
<blockquote><p>Hi Kees!</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Das ist mir auch schon passiert, die Familie ist das schlimmste wegen Anmerkungen und Beschwerden.<br />
Du kannst Dich darauf verlassen dass es jetzt weiter erzaehlt wird an andere Bekannte und Familienmitglieder , so wie &quot; Hoert mal wie verrueckt mein Bruder sich benimmt&quot; usw.<br />
Ich hoffe das Du das Barfusslaufen nicht deswegen aufgibst.<br />
Gruessen,<br />
Kees</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Gut möglich, daß meine Schwester es an die große Glokke hängt, was mir vor allem mit meinen (ebenfalls sehr konservativen) Eltern Ärger einbringen wird, aber da muß ich eben durch. Das Barfußlaufen werde ich deswegen aber ganz gewiß nicht aufgeben! Wichtiger als die Einstellung meiner Schwester ist mir ohnehin der Umstand, daß meine Partnerin und sogar deren Vater es ohne weiteres akzeptiert. Die haben mich freilich im Unterschied zu meiner Familie barfuß kennengelernt.<br />
Viele Grüße auf das Barfußparadies Texel,<br />
Markus U.</p>
</blockquote>]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251218</link>
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<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 13:32:31 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Gerhard Zirkel</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Gruppenzwang (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Da fällt mir eine Geschichte aus Saint-Exupérys Buch &quot;Der Kleine Prinz&quot; ein: Ein türkischer Astronom hatte einen Asteroiden entdeckt und darüber auf einem Kongress berichtet, aber die anderen Astronomen nahmen ihn und seine Entdeckung nicht ernst, weil er traditionelle türkische Tracht trug. Erst als er dieselben Erkenntnisse ein paar Jahre später erneut in europäischer Kleidung präsentierte, glaubte man ihm.</p>
<p>Kleidung ist ein bedeutendes soziales Signal. Menschen taxieren sich gegenseitig aufgrund ihrer Kleidung: Was ist das für einer? Ist er höherrangig oder niederrangig? Freund oder Feind? In unserem Kulturkreis gehören Schuhe zwingend dazu, damit man &quot;richtig, vollständig&quot; angezogen ist. Das ist eine willkürliche, ungeschriebene Regel. In der Freizeit &quot;darf&quot; man schon mal ohne Schuhe gehen, aber je offizieller der Anlass, desto zwingender werden Schuhe erwartet. Will man von den anderen voll akzeptiert und für voll genommen werden, muss man Schuhe tragen. Tut man es nicht, gilt man (mehr oder weniger) als &quot;out&quot;, als &quot;komisch&quot;, als Außenseiter oder als &quot;Verrückter&quot;.</p>
<p>Bis Mitte des letzten Jahrhunderts galt auch die ungeschriebene Regel, dass ein Mann nicht ohne Hut auf die Straße geht. Tat ein Mann es trotzdem, fragten die anderen sich oder ihn, ob er noch ganz richtig im Kopf sei.</p>
<p>Nicht nur für Schuhe, sondern fürs gesamte Outfit gilt: Um akzeptiert zu werden, muss man sein Outfit dem Outfit der Anderen weitgehend anpassen. Kleine Abweichungen werden toleriert und als persönliche Note sogar geschätzt. Auch ein Barfußläufer wird in der Regel von den meisten Leuten leidlich akzeptiert - vorausgesetzt, dass sein restliches Outfit einigermaßen &quot;stimmt&quot;.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251216</link>
<guid>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251216</guid>
<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 10:59:24 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Kamel Leon</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begegnung mit meiner Schwester (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>und was machen diejenigen, die kein Auto haben, wie ich?</p>
</blockquote><p>Und wie ich!</p>
<blockquote><p>Da müssen wohl die Nachbarn tatsächlich denken, ich hätte kein Geld. &gt;Ja und was ist nun daran wiederum peinlich?</p>
</blockquote><p>Gar nichts. Im Gegenteil: Ich habe zwar kein Auto, aber ich bin trotzdem sehr oft mit der Bahn unterwegs und unternehme stets etwas Interessantes, d.h. ich geniesse mein Leben meistens in der Natur, im Museum, im Theater, oder wo es auch immer etwas Interessantes gibt. Und das tue ich fast immer barfuß, weil es mir so gefällt, ohne peinliche Situation zu erleben.<br />
Viele Bekannte von mir haben zwar ein Auto, aber sie hocken meistens zu Hause und frönen ihrem Lieblingshobby, nämlich &quot;Nachbarkritik&quot;.<br />
Selbstverständlich kann jeder sein Leben so gestalten, wie er will, Hauptsache, er ist dann mit der gewählten Gestaltung zufrieden.</p>
<p>Ich könnte mir kaum vorstellen, beschuht am Lenkrad zu sitzen und auf die anderen Verkehrsteilnehmer aufpassen zu müssen. Das wäre mir zu stressig und auch noch eine reine Zeitvergeudung. (Ich fahre sehr ungern Auto.)<br />
Ich sitze viel lieber entspannt im Zug, wo ich die Fahrzeit beim Lesen viel konstruktiver verbringen kann.<br />
Ob es mir peinlich ist wegen der nackten Füße? Nee, bisher was das noch nie der Fall, denn..... ich hatte immer eine Fahrkarte dabei. Die wollen die Schaffner sehen, nicht die Schuhe!</p>
<p>Grüße aus Italien.<br />
Tiziana</p>
]]></content:encoded>
<link>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251214</link>
<guid>https://parsimony.hobby-barfuss.barfuss-life.style/index.php?id=994251214</guid>
<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 10:31:20 +0000</pubDate>
<category>Hobby? Barfuß! 2</category><dc:creator>Tiziana</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
